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Schweizer Musikszene

  • 5 .9.2010 Story

    Dada Ante Portas – Es rockt auch mit Violine, Cello und Blasmusik

    Text: DasSchaf
    Bilder: musicbild.li, Michael Schmid
    Es gibt dieses ungeschriebene (und oftmals widerlegte) Gerücht in der Musikszene: eine Unplugged-Platte ist das Ende einer Band. Gut, Gotthard haben bewiesen, dass es nicht so ist, und die Lovebugs ja auch. Trotzdem muss ich die Frage stellen. Die akustisch-klassische Platte der Dada Ante Portas, liebevoll genannt der „Dadas“, lässt doch so was befürchten. Immerhin werden die Herren ja auch älter und man weiss ja nie. Obwohl ich ja schon nicht damit rechne. Aber räumen wir das Gerücht mal aus dem Weg. Pee schaut mich dramatisch an: „Ja, doch, das ist jetzt das Ende.“ Ich höre die erste Reihe an den Dada-Gigs bereits Abschiedstränen vergiessen, als der smarte Sänger schmunzelt: „Natürlich nicht! Wir haben noch viele Ideen und wir werden euch weiterhin erhalten bleiben.“ Ja gut, geglaubt haben wirs ihm ja sowieso nicht, das mit dem Ende. Aber ein bisschen froh sind wir ja schon, die Schweizer Musikszene ohne die Schöpfer der Herzschmerz-Ballade „She Cries For Someone Else“, das geht irgendwie nicht. Jedenfalls noch nicht. Aber wollen wir die Jungs nicht nur auf ihren grossen Hit reduzieren. Dada, das ist weitaus mehr als nur „She Cries For Someone Else“. Und das beweisen sie uns eindrücklich mit der aktuellen Platte „The Classics“, auf der sie ihre Songperlen mal ganz anders präsentieren als gewohnt.
    Live: Dada Ante Portas am Openair Gampel
    Eine Platte in Zusammenarbeit mit einem klassischen Orchester, das ist irgendwie typisch und gleichzeitig untypisch Dada. Typisch weil mit Stil und speziell. Untypisch weil eher ruhig. Und wer die Dadas als Live-Band kennt, der weiss, dass die da auf der Bühne mit ziemlich viel Energie ans Werk gehen. War das nicht komisch am Anfang live mit klassischen Instrumenten? Da verhält man sich doch anders auf der Bühne, nicht? „Es war irgendwie schon eine Umgewöhnung“, sagt Gitarrero Hayli, „da hast du eine akustische Gitarre in der Hand und es röhrt einfach nicht so wie mit der elektrischen... Aber mit der Zeit kam ich gut damit zurecht. Und es war ja auch spannend, diese neue Situation. Man muss sich völlig neu arrangieren.“ Und wie ist das dann an Openairs? Gerade diese Gigs leben extrem vom Live-Feeling und von der Energie, die von der Bühne kommt. Pee: „Also für die Openairs haben wir Hayli wieder eine elektrische Gitarre in die Hand gedrückt. Openairs sind anders, die Menschen sind anders als in de Clubs. Aber keine Angst, auch mit klassischen Instrumenten kommt das alles sehr energiegeladen rüber!“ In der Tat! Gampel rockt mit Dada uns Geigen, Bläsern und Cello. Wow. Ob klassisch oder rockig – die Dadas sind und bleiben live einfach Energiebündel.
    Live: Dada Ante Portas am Openair Gampel
    Nun, wenn ja „The Classics“ noch nicht das Ende ist, welches Dada-Abenteuer erwartet uns als nächstes? Nach dem Rockalbum „The Theory of Everything“ kam die Klassik-Best-Of-Platte, quasi ein Stilbruch. Welcher folgt jetzt? „Also was wir schon immer mal machen wollten, war eine Punkplatte, vielleicht kommt ja so etwas?“, grinst Pee. „Oder Schlager?“, schiebe ich nach und ernte Blicke. Naja, warum denn nicht, auch daraus würden die Luzerner bestimmt etwas Gutes machen... Die Dadas bleiben uns jedenfalls erhalten, soviel sei klar. Hoffentlich rocken sie in ein paar Jahren erneut die Gampel-Bühne – ob mit Jodlerchor oder mit Dudelsäcken, das stört uns nicht, Hauptsache der Dada-Schnellzug rollt weiter.
    Klassik-Akustik-Platte und dann Schluss? Nein nein, die Dadas haben noch lange nicht genug!
  • 5 .9.2010 Story: Sandee – noch immer keine Diva in Gampel
    Story: Die Berner Mundartröhre Sandee hat sich in die Herzen der Gampel-Pilgerer gesungen - und ist noch immer keine Diva! MIT VIDEO-INTERVIEW
  • 4 .9.2010 Story: Stefanie Heinzmann's triumphale Rückkehr
    Story: Stefanie Heinzmanns Auftritt am Openair Gampel wurde zum veritablen Triumphzug. MIT VIDEO-INTERVIEW
  • 3 .9.2010 News: Baschi: „Auf grosser Fahrt“ (vorerst) nur in der Schweiz
    News: Baschi veröffentlicht sein erstes hochdeutsches Album vorerst nur in der Schweiz.
  • 3 .9.2010 News: DJ Bobo holt Gold
    News: Edelmetall für den Schweizer Eurodance-König: DJ Bobo verkauft 15'000 Alben.
  • 2 .9.2010 CD-Kritik

    Halunke – Souerei (Universal)

    Text: Ko:L
    Bild: Cover
    CD-Cover: Halunke - Souerei
    Am 1. September haben sie sich geoutet: Die Halunke, die bisher konsequent im Dunkeln gemunkelt oder düster verkleidet Bargeld verteilt haben, präsentieren an einem Showcase im Berner ISC ihr Debut-Album „Souerei“. Das Quartett mit Frontmann Häni (Ex-Scream), Trommler Chrigu Berger, Bassist Oli Müller und Simon Rupp an der Gitarre steht für munteren Mundartpop nach dem Motto „Zurück in die Zukunft“. Fette Bässe wummern böse durch den altehrwürdigen Berner Club, rund und voll kommt der Sound – deutlich kompakter, als drei Monate zuvor am Woodrock im Emmental. Live lebt der Vierer, was er auf CD andeutet: Da vergnügen sich vier Jungs herzlichst in einem Sandkasten, der anstatt mit Förmli, Eimer und Schäufelchen bestückt ist mit Gitarre, Bass und Schlagzeug – und ganz ganz vielen Electro-Gadgets. Und diese Sounds, die wummern und wabbern, zirren und flirren und flimmern, die sind es, die den roten Faden im Halunke-Sound bieten. Und so ist es egal, ob es lüpfig vorgetragene „Chlini Fische“, die ironisch schunkelnde Feststellung „Gar ke Zyt“, „Sumpfe“ mit seinem bösen Bass oder das punkige „Souerei“ ist – Hänis Stimme und die spielerisch eingesetzten Elektro-Versatzstücke frischen den ansonsten ziemlich braven Mundartpop angenehm auf. Und doch bleibt am Ende die Erkenntnis: Es spielt keine Rolle, ob Häni seine Lieder für Scream und ihr Retro-Rock-Kleid geschrieben hat, oder ob er sie jetzt für die Halunke mit ihrer Affinitiät zum Electro-Pop der 90er verfasst: Häni bleibt Häni – sprachlich gewandt mit viel Liebe zum Detail und immer wieder einem zwinkernden Auge. So sind die Halunke unter dem Strich nicht mehr, als „Scream Reloaded“. Nicht mehr – aber auch nicht weniger! In den Läden steht das Teil ab dem 3. September.
    Alter Wein in neuen Schläuchen? Ex-Scream-Fronter macht als Halunke-Kapitän jetzt Pop mit Hang zum Electro.
  • 1 .9.2010 CD-Kritik: My Last Sorrow - EP 2010 (mls)
    CD-Kritik: Vincent Raven lässt grüssen - da der Fernseh-Magier vom Bildschirm weg ist, haben die Aarauer seinen Raben fürs Cover ausgeliehen...
  • 1 .9.2010 Story: Tanja Dankner - Von "irgendwo" ins Rampenlicht
    Story: Irgendwo in der Musikszene war Tanja Dankner schon lange - mit ebendiesem Album findet sie nun ihren Platz.
  • 1 .9.2010 CD-Kritik: GuyVincent - 33 Minutes
    CD-Kritik: Ein vertrackter Fall für Special Agent Guy Vincent von Luzern Rock City...
  • 1 .9.2010 News: Lee Everton haut mal ab
    News: Nach einem Jahr Vollgas macht Lee Everton mal Pause. Zuerst gibt’s ab dem 4. September drei Abschiedskonzerte.
  • 1 .9.2010 News

    Seven: Neue Plattenfirma, neues Album

    Text: Sony Music/Ko:L
    Bild: Cover
    Nach mehr als sieben Jahren hat sich Seven dazu entschlossen, einen Schritt weiter zu gehen und mit Sony Music Schweiz eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart. Erstes Projekt der Zusammenarbeit zwischen Seven, seiner neuen Management Firma "redkey" und Sony Music ist das Album "Unplugged", dass am 29. Oktober 2010 veröffentlicht wird. Julie Born, General Manager Sony Music Schweiz, lässt sich in der Pressemitteilung mit den Worten zitieren, "Wir freuen uns mit einem der wichtigsten und kreativsten Schweizer Künstler zusammen zu arbeiten. Das Signing ist für uns ein Meilenstein und untermauert unsere konsequente Aufbauarbeit von lokalem Repertoire im Bereich Pop und Rock. Zusammen werden wir alles geben, um den Erfolg von Seven im In- und Ausland weiter auszubauen." Seven seinerseits betont: "Der Schritt zu Sony Music öffnet mir Türen, für die ich als Mensch und Künstler bereit bin. Ich bin ein Perfektionist und nach jahrelanger Arbeit sicher und bereit, mich auf das grosse Parkett zu wagen. Der Stolz ist gross und das Duo Sony Music/Seven harmoniert sehr natürlich und effizient. Inmitten der Sony Familie fühle ich mich sehr wohl und freue mich auf den Weg, den wir gemeinsam einschlagen."
    CD-Cover: Seven - Unplugged
    Mit über 200'000 verkauften CD's, 65 Wochen in den Album Charts, mehreren Top 10 Hits im Radio, über 600 Konzerten und mehr als 500'000 onzertbesuchern gehört Seven zu den etablierten Künstlern in der Schweiz. Das neue Album "Unplugged" wird ihn von einer anderen Seite zeigen: Kontrabass, Cello, Piano, akustische Gitarre und deren Freunde sind die Hauptdarsteller auf diesem Album. Roh, ehrlich, reduziert und so reif wie man Seven noch nie hören konnte. Die Stimme, die der Schweiz den Soul brachte, ist auf diesem Album der absolute Mittelpunkt und bekommt endlich den Platz den sie verdient.
    Nach sieben Jahren zieht Seven weiter zu Sony Music – und bringt demnächst ein Unplugged-Album.
  • 31.8.2010 News: Maxxwell: Platte ready, neue Gigs am Start
    News: Die neue Platte ist in den letzten Zügen, neue Gigs stehen an; dazu eine Gratis EP und ein neuer Clip: Maxxwell geben Gas!
  • 31.8.2010 News: 17. September: Timo Gross im „Tell“ Ostermundigen
    News: Ein deutscher Blueser – aber dennoch ein Grosser: Das gibts nicht alle Tage! Timo Gross gastiert im bernischen Ostermundigen.
  • 30.8.2010 CD-Kritik: BB&G – The Greatest Hits Sessions (Universal)
    CD-Kritik: Oberländer Büezer und Country-Farmer aus Florida treffen sich und haben Spass. Aber das Rad erfinden sie nicht neu.
  • 30.8.2010 News: Chica Torpedo: Warm-Up für die Plattentaufe
    News: Es war eher ein Heat-Up: Der Auftritt von Chica Torpedo am Openair Gampel. Am 11. September taufen sie ihre Platte. VIDEO
  • 30.8.2010 Story

    Die Rückkehr der Rüpelrocker

    Text: Mick Gurtner
    Bilder: Colafluid
    Gage von Colafluid
    Laut und heftig: So präsentierten sich Colafluid – und lärmten sich ab 2001 mit zwei Platten und unzähligen Konzerten in die Herzen der Freunde unzimperlicher Gitarrenklänge dies- und jenseits des Röstigrabens. Doch dann, im Jahr 2006, wurde es sehr plötzlich sehr ruhig um den eigentlich alles andere als stillen Frontmann Gage Plecic und seine draufgängerische Truppe. Vier lange Jahre später sind Colafluid zurück. Und wie eine Exklusiv-Hörprobe der ersten Demos nahelegt: Mehr denn je. Die dreckig-rohe Punknummer «Walking with the Dogs» erinnert an Iggy Pop und seine Stooges, «Used to Get High» verbindet gepfefferte Rockpower mit einer eingängigen Melodie. Bescheiden gab sich der extravagante Sänger Gage nie. Auch jetzt sagt er zu den neuen Songs und der für Anfang 2011 geplanten neuen CD: «Es soll riesig werden!» So weit, so Colafluid. Aber was ist in den «verlorenen» vier Jahren geschehen?
    Gage von Colafluid
    «Wir haben ein Jahr lang jede Menge Konzerte gespielt, davon drei Monate fast am Stück», erinnert sich Gage. Nervenaufreibend sei das gewesen. Und am Ende war die Band energietechnisch am Anschlag. Mit drastischen Folgen. «Direkt nach der letzten Tour dachte ich: Das wars!», sagt der 31-Jährige. Vorerst wurde die Band aber einfach «eingemottet» – und Gage werkelte allein an neuen Songs. «Ich bin Songwriter, ich kann die Musik nicht einfach aufgeben.» Er habe sich auch überlegt, den Namen Colafluid fallen zu lassen. Nur: «Colafluid sind zehn Jahre meines Lebens. Wir haben etwas aufgebaut, der Name ist bekannt. Es ist eine Riesenbüez bis dahin», weiss Gage. Nach zwei Jahren begannen er und Gitarrist Patrik Steinmann wieder gemeinsam Musik zu machen. Als auch Drummer Andy Panic wieder zur reaktivierten Band stiess und Mario Karamezinovski neu die Bass-Saiten bearbeitete, waren Colafluid bereit für neue lärmtechnische Untaten.
    Gage von Colafluid
    «In den neuen Songs stecken ein paar zusätzliche Jahre Leben», begründet Gage das ausgereiftere Songwriting. Ausserdem habe er an seiner Stimme gearbeitet, um die Intensität länger hochhalten zu können. «Ich habe früher sehr gedrückt gesungen. Das war für die Stimme so schlecht, dass wir Konzerte oft nach 45 Minuten abbrechen mussten.» Und schliesslich profitiere er vom gesünderen Lebenswandel, davon, dass der Alltag nicht mehr zwingend von der ersten bis zur letzten Minute eine Rockshow sein müsse. «Ich muss mir selber nichts mehr beweisen. Dafür habe ich heute nach drei Stunden im Übungskeller noch jede Menge Energie. Auch das ist Rock’n’Roll!» Möglichst viel Energie und jede Menge Herzblut wollen Gage und Co. vom Comeback-Gig ins Studio mitnehmen. Das dritte Colafluid-Werk soll Anfang 2011 in den Läden stehen. «Und dann», so Gage, «wollen wir aus allen Rohren feuern!»
    Vier lange Jahre herrschte Funkstille bei Colafluid. Jetzt meldet sich die Truppe um Sänger Gage zurück: Mit reichlich Getöse.
  • 27.8.2010 CD-Kritik: Moonraisers - The Story (Musikvertrieb/Damp Music)
    CD-Kritik: Die volle Packung für Fans und die, die es werden wollen - Das Moonraisers Best-Of
  • 27.8.2010 News: Breitbild: Ab in die Clubs
    News: Breitbild: Ab in die Clubs Ab Anfang Oktober ziehen Breitbild durch die Clubs. Im Schlepptau haben sie Plasma und Dabu Fantastic.
  • 27.8.2010 Story: Caroline Chevin - Zurück mit Back in the Days
    Story: Zum Vergleich mit Amy Winehouse sagt sie frech - 'Sie hat's auch nicht erfunden.' Die neue Caro...
  • 27.8.2010 News: Adrian Sieber liefert den Sound für den Schweizer Film "Stationspiraten"
    News: Auch für erfahrene Songschreiber gibt es noch Premieren: Adrian Sieber schrieb erstmals Filmmusik.

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  • "Lieber Mr. Kool. Ich möchte herzlich danken für die tolle CD-Kritik – ich war für mindestens drei Minuten sprachlos (das ist viel bei einer Frau…) und es stachelt mich an, sofort zu neuen Schandtaten aufzubrechen… :=)" Neue Schandtaten tönen immer gut, liebe Sandra Rayne. Lass uns wissen, was daraus wird!
  • "Vielen Dank für deine Rezension meiner CD - hab mich sehr über deinen Artikel gefreut - ich finde du hast den Nagel mit deinen Zeilen ziemlich auf den Kopf getroffen." Ob Stefan Kohler weiss, dass Ko:l's Onkel Zimmermann ist? Nägel auf den Kopf zu treffen, ist da Ehrensache :-)
  • "Hi Monthy. Danke dir - du scheinst dem Manao auf die Schliche gekommen zu sein. Sehr cool geschrieben - thanks!" Manao und Management fühlen sich von Trespass ganz ganz verstanden...

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