Aextras Zweitling - Der Countdown läuft
Text/Bilder: Ko:L
Mitarbeit: Rose
Ein grauer Tag im Herbst, Rose und ko:l sind unterwegs nach Pfäffikon am Zürisee. Ziel: Ein Besuch bei Aextra im Tonstudio. Wir treffen Schibä, Kusi und Ändu gerade beim Mittagessen. Auf dem Menu: Pizza - "Wie schon seit zwei Wochen", wie Schibä mit einem leicht gequälten Grinsen zu Protokoll gibt. Die Aextras sind seit dem 4. Oktober in Tommy Vetterlis New Sound Studio "zu Gast", um mit eben diesem Tommy Vetterli zusammen ihr zweites Album zu produzieren. Beim Debutalbum hatten noch TJ Gyger und Slädu Perica den Part der Produzenten übernommen und mit Rat und Tat zur Seite gestanden. "Für´s zweite Album wollten wir aber frischen Wind reinbringen - einen Tapetenwechsel", erklärt Ändu. Deshalb auch der temporäre Umzug vom Thuner- an den Zürisee. "Die Arbeit im Studio ist intensiv. Deshalb mussten wir alle grössere und kleinere Agreements mit unseren Chefs treffen, um möglichst viel Zeit hier verbringen zu können", weiss Kusi. "Es gibt Tage, da sind Aufnahmen hardcore - 13, 14 Stunden praktisch nonstop Musik - da gibt es nur noch die Band und das Studio. Und dann jeweils vor dem Schalfen gehen noch eine Prise Rock´n´Roll", erzählt der glatzköpfige Gitarrist."Doch genau das ist es, was uns noch mehr zusammenschweisst", fügt Schibä an - und man merkt: Die Jungs sind gut drauf, die Stimmung ist locker und sie freuen sich über geleistete und noch zu leistende Arbeit.
Die Arbeiten am neuen Album haben vor gut einem Jahr, unmittelbar nach dem Schluss der Tour angefangen. "Wir sind am Mittwoch nach dem letzten Konzert zusammengesessen und haben Ideen und Soundbits, die bereits bestanden haben zusammengetragen", erinnert sich Ändu. Aus Ideen und Soundbits entsanden in Teamarbeit die Songs zum neuen Album. "Wir hatten ein grosses Ziel: Das Material muss live komplett umsetzbar sein. Was sich nur im Studio machen lässt, fliegt raus", macht Kusi klar. "Damit haben wir uns im Vergleich zum Debutalbum sicher einen Schritt wieterentwickelt. Aber auch beim Songwriting, das dieses Mal wirklich von A-Z Teamarbeit war", erklärt Schibä. Bei der letzten Scheibe hätte noch stärker jeder eine eigenen Songs gebracht - und diese seien dann zu einem Aextra-Song zusammengepuzzlet worden. Und heute - rund ein Jahr später, ist das zweite Baby von Aextra schon fast ausgetragen.
Durms, Bässe und die meisten Gitarren sind im Kasten, es fehlt noch der Gesang. Doch auch nach Abschluss dieser Arbeiten dauert es noch ein Weilchen, bis das neue Baby in den Regalen steht: Mischen und Mastern stehen noch an - und natürlich die ganze PR-Maschinerie: Bestimmen der Single, Artwork für Cover und Promo, Videodreh, Fotoshooting und nicht zuletzt das Festlegen des Albumtitels - all diese Arbeiten stehen in den kommenden drei Monaten an. "Wir hatten im Intenet einen Wettbewerb für den Albumtitel lanciert", berichtet Schibä. Obsiegt habe der Vorschlag "Aecht", von Yolanda Marti. Ob der neue Silberling allerdings tatsächlich den Titel "Aecht" tragen wird ist noch offen. "Doch ich glaube er wäre jedem von uns sympatisch", orakelt der Frontmann weiter... Auch wie´s tönt sei an dieser Stelle noch nicht verraten. Nur so viel aus Kusis Mund: "Wir werden eher rockiger..." Keine Sorge - trespass.ch wird euch noch vor dem Release Ende Januar, Anfang Februar auf dem laufenden halten.