Backslash: Jetzt geht’s erst richtig los!
Text: Ko:L
Bilder:
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Der Auftakt zum Gurtenfestival 2007 gehörte der Jugend und der Schweiz. Am Donnerstag Mittag eröffneten Backslash um 12.30 Uhr nicht nur die diesjährige Ausgabe des legendären Festivals – sie gaben auch den Startschuss zur Wiedergeburt der Waldbühne. Sie sollte die ganzen vier Festivaltage ganz im Zeichen neuer, überraschender, innovativer und junger Musik made in Switzerland stehen. „Wir haben nicht mit einem so geilen Auftritt gerechnet“, sagt Bassist Hänsel nach der Show. Wohl seien zu Konzertbeginn noch kaum Leute vor der Bühne gestanden, „aber während dem Konzert füllte sich das Gelände recht, so dass wir ein mega gutes Feeling hatten.“ - „Auch von den Tontechnikern haben wir positive Feedbacks gekriegt, es habe Spass gemacht, uns zu mischen und der Sound sei super gewesen“, doppelt Adi nach.
Es ist unverkennbar: Der Gig auf dem Berner Hausberg ist den beiden mächtig gut eingefahren. Dabei sollten sie sich grosse Namen in Sachen Auftrittsgelegenheiten gewohnt sein. Hurricane und Southside in Deutschland, St. Gallen, zweimal Zürifäscht, Gurten, Blueballs und Illnau stehen auf ihrem Flyer mit den „Sommertourdaten“ - ein Gadget, das übrigens insbesondere zum Frauen aufreissen höchst dienlich sei, wie gemunkelt wird...
Doch wie das Leben so spielt – der Sieg ging an die Zürcher – und damit die Möglichkeit unter den Fittichen von Roman Camenzind (Subzonic, Baschi) den Song neu aufzunehmen und den passenden Videoclip dazu zu drehen, dazu die beiden Auftritte in Deutschland. Doch ob Backslash in absehbarer Zeit an die Erfolge der jüngeren Vergangenheit anschliessen können, ist derzeit noch offen. Denn: „Mit der Zusammenarbeit mit diesen Vollprofis sind unsere Ansprüche an uns selber gestiegen“, erklärt Adi, der sich und die Band generell als „sehr selbstkritisch“ bezeichnet.
Wann ein Nachfolgealbum für „Here we go“, das Backslash 2005 veröffentlichten, erscheint, steht noch in den Sternen. „Mit der Produktion von 'Sing this Song' haben wir ein Level erreicht, das wir mindestens halten wollen“, sagt Hänsel und fügt an: „Es macht keinen Sinn, ein Album mit Songs zu machen, aus denen nur einer wirklich 'verhebt'.“ Deshalb sind Backslash derzeit wie die wilden daran, neue Songs zu schreiben oder vereinzelt alte zu überarbeiten. „Wir haben halt im letzten Jahr enorm viel gelernt, das wir jetzt umsetzen wollen“, sagt Adi. Und wieder wird sie spürbar, diese Energie, welche die zwei Youngstars ausstrahlen, dieser unbändige Wille und die Gewissheit: Jetzt geht es erst los mit Backslash, ihrem Gitarrensound, ihren Raps, ihren Rhymes und ihren treibenden Schlagzeugbeats...