Bettermondays: Der "Funk" sprang über
Text: Silu
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partyguide.ch
Die Zentralschweiz eroberte das Gurtenfestival. Zumindest haben es die Bettermondays geschafft, sich mit ihrer Mischung aus Funk und Pop einen Auftritt auf dem Gurten zu angeln. Nicht auf dem herkömmlichen Weg, sondern übers Waldbühnen-Voting. Mehr als 500 Bands standen dort in den Startlöchern, die Bettermondays wurden von ihren Fans auf den dritten Schlussrang gehievt. „Der Gurten ist ein Highlight, eines der grossen Festivals in der Schweiz“, sagt Gitarrist Stefan Küng. Dass sie es bis aufs Podest geschafft haben, ist auch für sie unerklärlich. „Natürlich haben wir unsere Fans mobilisiert. Aber welche andere Band hat das nicht gemacht? Unser Vorteil war vielleicht, dass wir insgesamt acht Leute sind mit unterschiedlichen Freundeskreisen“, sagt Keyboarder Christian Scheidegger.
Damit stapelt er aber tief. Denn für die Bettermondays spricht auch ihre Musik, mit der sie im Verlauf des Auftrittes immer mehr Leute vor die Waldbühne gelockt haben. Acht Musiker in einer Band zu sein, kann aber auch für gelegentliche Herausforderungen sorgen – etwa bei kurzfristigen Konzertanfragen. „Für den Auftritt auf dem Gurtenfestival war es aber kein Problem, alle Bandmitglieder zusammenzutrommeln“, sagt Stefan Küng lachend. Obwohl die Musiker noch in anderen Projekten engagiert sind, haben die Bettermondays für alle Vorrang. „Wir proben jeden Montag gemeinsam“, sagt Bassist Beni Anderhalden. Darauf geht auch der Bandname zurück: „Als die ersten Konzertanfragen reingekommen sind und wir noch immer keinen Namen hatten, einigten wir uns ziemlich rasch auf Bettermondays“, erklärt der Bassist.
Kein Thema ist bei ihnen, in einer kleineren Formation aufzutreten. „Wir haben uns das noch nie so überlegt. Wenn beispielsweise die Bläser fehlen würden, dann wäre das wie eine Amputation. Es wäre nicht mehr das gleiche“, sagt Christian Scheidegger. Die Bettermondays haben als Coverband Planet Groove angefangen. „Irgendwann hat sich das aber festgelaufen, weshalb wir zusätzliche Musiker gesucht haben, um unsere eigene Musik spielen zu können“, sagt Christian Scheidegger. Vier der insgesamt acht Bandmitglieder von Planet Groove haben sich danach auf die Suche nach neuen Musikern gemacht, um schliesslich als Bettermondays weiterzufahren.
Im Mai dieses Jahres hat die Band um Sängerin Regi Hasler ihre Debut-EP veröffentlicht. „Wir haben uns im Hinblick auf den Gurten zu diesem Schritt entschlossen. Eigentlich hätten wir im stillen Kämmerchen ein ganzes Album aufnehmen wollen, aber fürs Voting benötigten wir ein Demo“, sagt Christian Scheidegger. Trotzdem sehen die Musiker noch keinen Grund, jetzt unter Hochdruck an einem Album zu arbeiten. Das geschehe alles Schritt für Schritt und müsse Spass machen. Und dann wollen die Musiker aus Luzern im nächsten Jahr erneut am Gurtenfestival spielen. „Es darf auch in zwei Jahren sein, wir wollen nichts überstürzen. Aber beim nächsten Mal wollen wir auf die Zeltbühne. Und eine Auftrittszeit am späteren Nachmittag wäre auch nicht schlecht, wenn das möglich ist“, scherzt Stefan Küng.