Da sign & the opposite: Die Band, die dir alles verkauft!
Alles begann mit einem Knall auf den Kopf. „Doch es war zu schmerzhaft, Perkussion auf den Köpfen zu machen“, sagt Wubert de Aiir lachend. Da sign & the opposite wurden schlussendlich von Wubert de Aiir und Djeree Djef le touriste ins Leben gerufen. 1995 erschien ihr erstes Demo Album, doch die Band wurde erst später definitiv gegründet. „Das Album wurde prophylaktisch aufgezeichnet, damit wir direkt etwas vorzuweisen hatten, sobald die Band definitiv stand“, schmunzelt Djeree. Von wo die Band kommt, wollen sie nicht direkt sagen. „Von irgendwo hier in den Schweizer Bergen und Wäldern kommen wir her“, äusseren die beiden mit einem verschmitzten Gesichtsausdruck. Da sign & the opposite sind: Djeree Djef le touriste, Wubert de Aiir, Twin-Tee und Twin-Pee.
Ihr erstes Konzert fand 2004 in Berlin auf dem Alexanderplatz statt. Zu einer Zeit, wo der Markt im vollen Gange war, haben sie ihre Sachen aufgestellt und eine Liveübertragung ins Internet geschaltet. „Der Platz war rampenvoll; Millionen von Menschen“, so Djeree Djef le touriste. Seit 2008 sind sie mit dem Album „We sell you tits & glory“ auf Tournee und das nicht nur in der Schweiz. Am 7. März 2009 spielten sie sogar in La Santa in Mexico. „Dort war es unglaublich, die spinnen, es sind wirklich geile Leute die Mexikaner, wir hatten viel Spass und wären fast nicht mehr zurückgekommen. Doch leider zwang uns die Airline, zurückzufliegen, da sonst der Flieger leer sei“, berichtet Wubert de Aiir mit einem traurigen Gesicht.
Am Freitag 3. Juli 2009 ist es dann endlich ist es soweit, das glitzernde Drum, drei Mikrophonständer, Gitarren und der Bass stehen auf der Bühne des Woodrock Openair bereit. Die Zuschauer sind anfänglich noch etwas zurückhalten – was wohl auch am beginnenden Regen und den eher etwas frischeren Temperaturen liegen mag. Doch schon nach den ersten fetzigen Gitarrenriffs und den durch den Wald schmetternden Drumklängen, wird den Zuschauern so richtig eingeheizt. Die vier Jungs sind weder zu halten noch zu bremsen, und da liegen auch schon nach dem ersten Song die Mikrophonständer am Boden. Das musikalische Spektrum von Da sign & the opposite reicht von Rock über Hip Hop bis hin zum Rock'n'Roll. Auch an Überraschungen fehlt es nicht: So dreht ein Pappkartonroboter seine Runden auf der Bühne; der modernen Frau von heute bieten die Jungs sogar eine Mister Wahl à la Da sign & the opposite, Wubert de Aiir und ein Twinbruder stürmen die Bühne oben ohne und in äussert sexy, knallengen, golden glitzernden Unterhosen. Was sichtliche und hörbare Begeisterung hervorruft. Halleluja, ist das ein Konzert!
Ihr musikalisches Ziel in den nächsten fünf Jahren ist es, wie könnte es anders sein, wieder am Woodrock zu spielen. Da wollen sie denn auch den Spiess umdrehen und uns interviewen... Da sign & the opposite haben ihr Innerstes nach aussen gekehrt und sämtliche Teenager Flausen von damals kommen so zum Vorschein. Genau deshalb sind sie so aussergewöhnlich, speziell - ich finde keine andere Bezeichnung für sie, als schlicht eine Chaostruppe, welche musikalisch top ist und sich durch eine einzigartige Bühnenpräsenz auszeichnet.