Favez: “En Garde” am 11.02, “Living in the past” jetzt
21.01.2011/Text, Bild: Promo
Nach 6 Alben und mehr als 1000 Liveshows rund um den Globus wäre es einfach, Favez als Teil des Mobiliars im überstellten Indie-Rock-Wohnzimmer zu sehen. Aber: Diese Band kann schreiben. Diese Band kann spielen. Und obwohl sie das manchmal fast selber vergisst: Diese Band kann rocken. Wenn ein Produzent eine Band liebt, dann möchte er sie dazu bringen, nach sich selbst zu klingen. Also flog Andrew Scheps Anfang 2010 von Los Angeles nach Lausanne, um Favez ein paar Tage im Proberaum zuzuhören. Die neuen Songs gefielen ihm und er gab der Band den Auftrag, noch ein paar weitere mit mächtigen Riffs zu schreiben. Im Sommer 2010 trafen sie sich wieder im Monnow Valley Studio in Wales (wo schon Oasis, Led Zeppelin und Black Sabbath zu Gast waren). Die Band nahm live auf, einen Song pro Tag. Und jeden Tag, je näher die Nacht kam, wuchs die Begeisterung. Abends um 10 Uhr war der Song im Kasten, alle öffneten ein Bier, setzten sich hin und lauschten der Schönheit der Piano-Arpeggios in “End The Show”, dem Arschtritt von “Like The Old Days”, den epischen Refrains von “Tearing Down The Highway” oder der ätherischen Entrücktheit von “Closet Astronaut”. Nach dem Abmischen des Albums meinte Andrew zu Favez, dies sei “eines der besten Projekte, an dem ich je gearbeitet habe.” Mit Stolz gespielt, konsequenter denn je. Jeder Song lässt das Album in seinem eigenen Licht erstrahlen. Ein Album voller jugendlicher Reife, brutaler Sensibilität. Eine strukturierte Explosion von herzhaften Melodien. Und vor allem: Eine dieser Platten, bei der die Band es richtig hingekriegt hat. Die Single „Living in the past“ zusammen mit Heidy Happy ist jetzt bei den Radios – das Album folgt am 11. Februar. Und: Für Sammler oder Neueinsteiger gibt’s eine limitierte Box mit dem neuen Album, einer CD „Best of Favez 97 – 07“ sowie „B-Sides & Rarities“.