Sixties Club - B-Day 4
Text: MonthyChristo
Bilder: MonthyChristo / Eve
Man stelle sich vor, eine Band steht an die fünf Stunden auf der Bühne, spielt 3 mal 60 Minuten Hit um Hit und dazwischen fünf Sets mit Special Guest Mia Aegerter, Sina, Scream vertreten durch Sänger Häni, Gigi Moto und Mark Sway. Man stelle sich vor, über 2000 Fans haben nur darauf gewartet, einer Band zuzujubeln, die sonst bei Firmenanlässen übertrieben gesagt den Rahmen des Programms ausmacht. Glücklich wer nicht die Phantasie sondern die Erinnerung bemühen darf - die Erinnerung an ein Konzert, das jeden Rahmen sprengt und an eine Band, die jedes Publikum an die Wand spielt: Sixties Club, B-Day!
Artistpool-Initiant und Sixties-Drummer Roman Pfamatter war so lieb, uns neben dem Stress als Veranstalter des Hammer-Events in der Simplonhalle zu Brig auch noch zu erklären, wie sowas eigentlich zusatnde kommt. Angefangen habe es auf einem Firmenfest, dass die Sixties zusammen mit Special Guest spielen, und mittlerweile bietet Roman die ´Sixties mit´ sogar für gewisse Anlässe an. "Hier an der Birthday Party ist es für uns sehr wichtig, erstklassige Special Guest zu haben." Roman hat den "Prestige-Anlass"auch dazu genutzt, Trespass.ch und drei Gewinnern je eines VIP-Tickets zu zeigen, was eine Party- und Coverband im Rücken so alles bewirken kann. "Wir begleiten die Sänger und Sängerinnen live und spielen pro Gast drei Songs, die wir eingeübt haben", erklärt der Marathon-Drummer vor dem Gig kein bisschen beunruhigt.
Das Profil eines Sixties ist, Songs so zu spielen, wie man sie kennt. Der Effekt aufs Publikum ist logisch - man kennt die Songs. Das sagt dann eigentlich alles. Zu erwähnen wären aber noch, dass der Saal fast überkochte als Sina wieder einmal in der Heimat auftrat und von dem Moment an, als Mia Aegerter einen Fuss auf die Bühne setzte. Magisch wie sie alle verzauberte und besonders cool wie sie den irgendwie auf die Bühne geratenen Fan annahm. Ein ganz grosses Mädchen, so eine! "You´re my superstar - du bist mein Superstar" hätte ich aber genauso gut für Gigi Moto singen können. Es war ein Glück, dass stattdessen sie es für alle sang und freute mich besonders, dass sie ansonsten ausgiebig mit unseren Promo-Geiern Michaela, Stefan und Chirschi herumalberte. Auch Mark Sway, Radio-Emme Kollege Häni und eine für nach dem Monsterkonzert erstaunlich fitte Sixties-Sängerin Petra Minnig erschienen zum spontanen Foto-Termin.
Eine lange Nacht wurde immer länger und die Songs wurden immer besser... Dieses Schauspiel live erleben kann man aber nicht nur, wenn man die Band bucht oder - mit Glück oder Beziehungen - an ihrem Geburtstag. Heuer bietet sich auch am Sonntag des Gampeler OpenAirs die exklusive Chance dazu. Dass die Sixties dannzumal wieder neue Special Guest auf die Bühne bittet, ist Ehrensache und einer davon ist nach unbestätigten Meldungen Polo Hofer! Bis dahin hilft vielleicht ein Besuch im Blackboard wo auch die Sixties ihre Konzerte eintragen oder bei
www.sixtiesclub.ch weiter
Die erste Geburtstags-Party liess der Sixties Club anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Band steigen und budgettierte "500, 600 Leute - Dann haben wir am ersten Abend in einer Stunde 1800 Tickets verkauft." Roman strahlt heute wie wohl damals und er bekräftigt: "Es ist ein unglaubliches Gefühl, das sich für einmal alles um uns dreht." Und die Sixties lassen sich ja auch nicht lumpen: The Rasmus, Pink, Kravitz - kennen sie den Tequilla-Song von den 4NonBlondes noch? Die Sixties sind - angefangen beim "Highway to Hell" - auf fast allen Strassen zuhause. "Aber ´Country Roads´ spielen wir mittlerweile nicht mehr", lacht der an der Auswahl wohl nicht ganz Unschuldige MasterMind der Sixties, der sich live hinter den Drums versteckt.
"Wenn du einen Song, den wir spielen, nicht kennst, dann ist das schon mal schlecht. Wir spielen wirklich nur Hits, nur Hits", erklärt Roman das Konzept der vielleicht besten Coverband der Schweiz. Modern und möglichst originalgetreu soll der Sixties Club sein. Obwohl - der Name markiert eigentlich bloss den Beginn der musikalischen Reise, die man mit den Oberwallissern stundenlang tun kann. "60er, 70er, 80er, 90er Jahre oder aktuelle Charts", umreissen die Sixties ihr Programm. Dass sie über die Jahre die Songs irgendwie doch interpretieren, lässt sich kaum vermeiden und lässt auch Roman staunen, wenn er wieder mal das Original eines Sixties´ Songs hört, aber: "Das ist mehr ein Resultat des Weges und der Zeit, als dass es von unserer Kreativität zeugt..."
Um die Songs einzuüben hat jeder Sixty eine CD mit den 15 SpecialGuest-Songs erhalten. Die Proben wurden knapp gehalten, was sich auch daraus erklärt, dass das Sixties-Programm die Musiker zu Flexibilität erzieht. Als Coverband spielen sie topaktuelle genauso wie längst verjährte Hits und sind es sich auch gewohnt, neue Songs schnell zu lernen. "Inzwischen sind wir ziemlich sattelfest", meint Roman denn auch, angesprochen auf das Bühnengefühl bei den Proben mit Gästen. "Für uns war es fast schon interessanter zu sehen, wie die beiden, die keine eigentliche Band haben - nämlich Mia Aegerter und Mark Sway - auf uns reagieren würden", plaudert mein spezieller Gast in breitem Wallisserisch aus dem Nähkästchen. Und, wie haben sie reagiert? - "Schi schind hell begeischteret und hend en riise Fun!"
Durchs Jahr Augen und Ohren offen zu halten sei das A und O, wenn es um die Auswahl der Special Guest geht. Ein Name wie Mia Aegerter füllt momentan eben einfach die Hallen und dies obwohl sie wie gesagt keine Band und regelmässige Auftritte hat. Als Roman sie mit ihrem Gitarristen im Duett sah, kam es ihm: "Das ist doch genau die Kandidatin, die wir brauchen!" Dass sie vielleicht irgendwann mal eine Band für einen Abend in der Schweiz brauchen kann vielleicht auf die Sixties zurück greift, spielt da auch noch mit rein. "So würde man auch etwas zurück bekommen." Der Aufwand für solch ein Konzert ist nicht zuletzt auch finanziell beträchtlich. "Halle, Technick - das ist immens..." Roman profitiert bei der Suche nach zeitweiligen Ergänzungen für die Sixties "von Beziehungen und Bekanntschaften, die man über die Jahre von anderen Veranstaltungen her, eben so hat." So ist er beispielsweise im OK OpenAir Gampel und man darf ihm ruhig glauben, wenn er "di Party!" garantiert.
Sixties Club Birthday Party 4
"wier hei gseit, als coverband si wier güebti, schnäll und in güeder qualität songs iiziebu"
Sixties-Drummer Roman Pfamatter zum Ablauf der "Sixties Club Birthday Party 4" mit den Special Guest Mia Aegerter, Sina, Scream, Gigi Moto und Mark Sway
"jede sälber inveschtiert vill schtunde"
fünf mal drei Songs ab CD eingeübt und vier Proben, zwei mit, zwei ohne
"und das wird hit abga wi di poscht - garantiert!"
Grünes Licht von Seiten der Geladenen und keinesfalls zu viel versprochen
"das isch eini wa ke band het - also: si wier doch di band"
Romans Idee beim Genuss eines Duetts von Mia Aegerter und ihrem Gitarristen, an diesem Abend in die Tat umgesetzt
"also das isch herti arbeit gsi, das wir da dra chämend"
Artistpool-Manager Roman Pfamatter zum Casting anhand des Beispiels Mark Sway, den man aus Deutschland holen musste
"das wa wir hie erläbu isch für e party-band e tröim! darum mache wier öi so en üfwand"
drei mal sechzig Minuten Hits und fünf Special Guest - und sowas nennt sich dann Geburtstag!
"es söll wie en güete querschnitt si, aber wirkli nur hits, nur hits"
Roman gibt Einblick ins Programm, wenn die Sixties ohne Gäste Party machen
"grundsätzlech müess ich sääge, ischi aller, allererschti priorität isch di party"
und zwar nämlich absolut definitiv
"necher am original geits fasch nimme - das isch d idee"
erleben sie DIE Party- und Coverband SIXTIES CLUB live mit Monthy und Eve: