Heavy Metal Nation 2 - Sampler (Quam Libet Records)
Text: Monthy
Bild: Cover
"Pushing the limits of Swiss Heavy Metal", heisst das Motto des zweiten Overviews über die nationale Mosher-Szene. Und vorab gibt´s gleich mal ein dickes Kompliment für die Informationspolitik via Booklet. Dass dort nämlich nicht nur Bands und Songtitel aufgeführt sind, sondern immer auch noch LineUp, Produzent, Gründungsjahr der Band und eine Kontaktadresse angegeben werden, ist hammergeil. Schliesslich könnte man sich ja für die eine oder andere Band näher interessieren. Tüpfelchen aufs i sind die Angaben, in welchen anderen Projekten einzelne Bandmitglieder noch stecken. So erfahre ich bequemstens dass Fair Haven´s Matto bei Ohm Gitarre spielt, Prograss´ Pat bei Ex-Ortation mitwirkt oder Corwen´s Frank Gisin DJ Enemy, die Stalingrad Cowboys und Stahltrakt supportet. Dem sozusagen angehängt, nämlich in digitaler Form auf der CD gibts die Band-Bios, Texte und weitere Infos zu den ausgewählten Bands und Songs. Chapeau, da hat´s endlich jemand gecheckt!
Nach Hard rockin´ Beginn mit Crown of Glory´s "The Limit", Fair Haven und Nighthunter steigert sich die Scherbe mit Track 8, Petrified´s "Frailty" in den Bereich Hard´n´Heavy. Schliesslich will man ja den Tiger nicht gleich aus dem Tank lassen (Sorry, der Vergleich mit der Katze aus dem Sack schien mir unpassend...). Petrified, Punish und Ex-Ortation steigern nicht nur die Schlagzahl sondern senken dabei auch die Stimmen und erhalten mit HMN2 eine der raren Gelegenheiten etwas aus dem Schatten herauszutreten, welcher Death- und Doom-Metal halt mal umgibt. Mit 748Itch´s Beitrag "Blackfire" und "Spotswatch" von Prograss kehren die klaren Stimmen zurück, allerdings in Form von Crossover-Sprechgesang. Hier zeigt sich auch das tolle Konzept des Samplers, der es versteht, logisch in die verschiedenen Bereiche harter Musik einzuführen und dabei trotzdem nie langweilig oder berechenbar wird. Die Abschlusstracks, unter anderen von Corpus Delicti, Fabi Ann oder Corwen könnte man als Modern Heavy Metal bezeichnen. Ganz zum Schluss git´s geilen Synthi-Metal von Anxiety. Alles in allem ist HMN2 ein echter Überblick übers Schweizer Hardcore-Schaffen, wie man ihn sich wünscht und ein tolles Sequel zum ersten Heavy-Metal-Nation-Realese. Grab it!