J.D. lädt ein – Teil 2 mit Bettina Schelker
Text/Bilder: Tina Waegeli
23. Januar, das 2. Konzert der Serie “J.D. invites” steht an. Bei Schnee und eisigen Temperaturen fühlt man sich im Alpenblick richtig wohl und von der Kälte geschützt. Auch diesmal ist die Bar gut besetzt – einige waren schon letzte Woche dabei. J.D. steht heute nicht alleine auf der Bühne, sondern im Trio. In der Band mit dabei sind Schlagzeuger Christoph Steiner und Bassist Dave Demuth, die J.D. auch gesanglich unterstützen. Anders als im ersten Konzert der Reihe „J.D. invites“ geht es heute etwas rockiger zu. „Ich wurde gefragt, ob ich während der ganzen Serie immer die gleichen Songs spielen werde...Nein, das tu’ ich nicht, aber es hat mich etwas Arbeit gekostet“, sagt der Singer Songwriter aus Basel, aber sein Repertoire ist ja sowieso gross. Man merkt dem Trio bald an, dass es ein ziemlich eingespieltes Team ist: Ein kurzer Blickkontakt und jeder weiss, was kommt...
Premiere im Alpenblick hatte am 23. Januar der Song „Dimanche Matin“, bei dem es um einen Zustand geht, den sicher die meisten schon erlebt haben: Der gute alte Kater, der sich am Tag nach der Fete bemerkbar macht. Keine Lust aufzustehen und eigentlich wäre es besser, den ganzen Sonntag im Bett zu verbringen. All diese Gefühle packt J.D. in einen Song und wenn man sich beim nächsten Kater „Dimanche Matin“ anhört, geht’s einem bestimmt wieder besser – denn man weiss, man ist nicht alleine! Mit „Spring“ verabschiedet sich das Trio, auch wenn uns der Frühling jetzt doch noch etwas warten lässt und es draussen nach wie vor schneit, aber J.D. kommt nochmals auf die Bühne und spielt als Zugabe ohne Band „Amour“. Danach ist endgültig Schluss und die Bühne wird frei gemacht für Bettina Schelker.
Mit roter Mütze, zwei Töpfchen (sie hat einen „bad-hair-day“), streifen Shirt, guter Laune und ihrer Gitarre tritt danach Bettina Schelker auf. „Glücksfee“ heisst ihr erstes Stück. Damit hat sie das Publikum schnell im Sack. Sie sprüht vor Energie und hat einiges zu bieten: spannende Texte, gute Stimme, grossartiges Beherrschen der Gitarre - und einfach gute Laune. Ganz spontan fragt sie J.D.’s Schlagzeuger Christoph, ob er „nicht irgendwie ein bisschen was“ dazu spielen könnte bei „Zurück“, der Single ihres Albums „Willkommen“. Es hört sich an, als hätten die beiden das vorbereitet, aber es war ganz spontan und super. Bettina ist begeistert von J.D.’s Konzertreihe im Alpenblick. „Solche Sachen braucht es in Basel. Viele Künstler aus der USA oder England haben in kleinen Bars angefangen und sind dann Schritt für Schritt weiter gegangen. In Basel gibt’s viel zu wenig Möglichkeiten“, meint die Baslerin.