Jones: „Musik ist meine Art, Gefühle auszudrücken“
Text: Kaa
Bilder:
PartyGuide.ch
Jones, ein 23-jähriger Berner, der seine Passion zum Beruf gemacht hat. Er ist Singer und Songwriter mit Leib und Seele. Bis vor zwei Jahren war er mit der Band Holix unterwegs, von welcher er sich dann aber getrennt hat. „Dies aber überhaupt nicht, weil wir nicht miteinander konnten, ich mag die Leute auch heute noch sehr gut“, betont Jones. „Ich habe einfach gespürt, dass es für mich einfacher ist, wenn ich solo unterwegs bin, so bin ich flexibler, kann mich ausleben und meinen eigenen Zügen Freiheit geben.“ Ein Eigenbrödler ist er aber überhaupt nicht. Ich bin glücklich, dass ich nun umsetzen kann, was in meinem Kopf vorgeht ohne dies zuerst mit einer Band besprechen zu müssen, das gibt mir Luft und Schaffenskreativität.“
Das heisst für den jungen Berner aber auch wahnsinnig viel Arbeit. Er schreibt seine Songs selber, er komponiert sie selber, er spielt sie selbst ein. Ein Job, der nicht mancher alleine bestreitet. „Klar stosse ich manchmal an meine persönlichen Grenzen, aber in diesen Situationen mache ich eine Pause und wenn ich das Ganze dann wieder anpacke, geht es viel einfacher wieder weiter.“ Er sagt aber auch offen, dass es manchmal Situationen gibt, in welchen er Unterstützung von einem englischsprachigen Kollegen brauche.
Das Instrumentale macht ihm keine Mühe, weil er schon als kleines Kind immer mit Musik experimentierte. „Ich bin in die Musik hineingewachsen. Bei uns zu Hause sind schon immer Instrumente herumgestanden und das hat mich fasziniert. Ich habe sie ausprobiert und gefallen daran gefunden.“ Für ihn war das Auskundschaften der verschiedenen Instrumente und der Musik schon früh eine Herausforderung die ihn bis heute begleitet.
Sein Musikstil erinnert an bekannte Soulkünstler wie James Brown. „Ich habe nie vor der Entscheidung gestanden, ob ich Rock oder Soul machen möchte, meine Musik ist mein Lebensgefühl. Ich glaube man macht selber die Musik, welche einem auch gefällt.“ Das er, auch wenn er einer von wenigen Soulmusikern in der Schweiz ist, dieser Linie treu bleiben will, ist für ihn klar. „Etwas anderes würde mir nicht hundertprozentig entsprechen und würde dann wohl auch erzwungen tönen, das will ich nicht.“ Als musikalisches Vorbild nennt er Stevie Wonder, „die alten Hasen, gefallen mir halt schon wahnsinnig gut.“
Das er dieses Jahr am Blue Balls Festival in Luzern und auf der Waldbühne des Gurtenfestivals auftreten konnte, kommt sicherlich nicht von irgendwoher. „Dies sind die grösseren Auftritte, welche mich natürlich schon stolz machen“. Er gehe mit einem guten Gefühl an solche Auftritte. „Da hat immer so quasi die Gewissheit, dass alles gut organisiert ist und auch Leute da sind.“ Seine erste CD „For the love“ erschien 2006 und hat einen sehr romantischen und gefühlvollen Touch. „Musik zu machen, ist meine Art mit Gefühlen um zu gehen. Ich kann meine Gefühle am Besten ausdrücken, indem ich Songs schreibe und Musik mache, mir gelingt es auf kein Art besser, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.“