Mabon - Who the X is Monthy?
Text: Piggy
Bilder: Eve/Basser/Monika
Als Debi anfang 2006 über den Music Acts Contest berichtete, den die Metalband Mabon überraschend für sich entscheiden konnte, hatte sie eine eigentlich ganz tolle Idee. Mabon durften als Belohnung am Openair Frauenfeld auftreten und weil wir auch vorhatten, dorthin zu gehen, dachten wir, wir toppen den Preis gleich noch mit einem Trespass-Interview. Also schrieb Monthy an Mabon: "Herzlichen Glückwunsch zum Interview mit Monthy - wir treffen uns in Frauenfeld." Dabei hatten wir die Rechnung allerdings ohne den Wirt gemacht, respektive den Veranstalter. Dieser war einfach nicht bereit, von seiner No-Internet-Policy abzurücken und verweigerte uns die Akkreditierung. Mabon mussten sich nun denken: "Typisch Journi - Grosse Klappe und nichts dahinter..."
Sozusagen als Wiedergutmachung (...oder weil er sich nicht traute?) aktivierte Monthy daraufhin Miss Trespass persönlich, sprich meine Wenigkeit. Ich sollte zu dieser "Mad Mission" antreten und die allenfalls vorhandenen Wogen glätten. Über und über mit Totenköpfen dekoriert, machte ich mich also mit Eve zusammen auf ins urnerische Erstfeld, wo Mabon am Metalfest im Transilvania spielten. Basser Remo und Leadgitarristin Monika nahmen's eher gelassen, wollten aber schon ganz genau von mir wissen: "Wer ist eigentlich dieser Monthy???"
Ansonsten nutze ich die berühmten fünfzehn Minuten, um heraus zu finden, wie Mabon überhaupt zum Contest-Sieg kamen und wie sich die grosse Bühne am eigentlichen Hiphop-Festival in Frauenfeld anfühlte. Dann gab's da noch einen Contest auf dem Wacken, den Mabon zu meinem grossen Erstaunen nicht gewonnen haben und ich muss unbedingt herausfinden wieso. Und selbstverständlich animiert mich das wilde Paar dazu, links und rechts zu flirten, bis wir irgendwann das Lachen nicht mehr hinter dem nächsten Satz verstecken können.
Ausserdem reden wir im Interview über das präzise Spiel, das den Mabon-Metal speziell auszeichnet und ich stelle die Frage, ob Mabon nun innerhalb der Metalszene eine Vorreiterrolle einnehmen. Zu guter Letzt bricht Remo, der Basser mit der entsprechenden Stimme, noch eine Lanze für den Schweizer Metal, dem wir in unserer Sendung vom 2. Oktober 06 auf Radio Emme eine gute halbe Stunde widmen. Darin enthalten sind auch zwei Mabon-Songs, nämlich "Eye for an eye" und - schliesslich war's zwar gar nicht so schlimm wie Monthy meinte - "Mad Mission".