ISC: Viel Sound made in CH zum 40.
Text: ISC
Bild: Trespass-Archiv
Mit einem ISC Rockout feiert der ISC seinen 40. Geburtstag. Noch am 11. und 18. September verlassen die Club-Mcaher die gewohnten Räumlichkeiten und tauschen die ISC-Bühne mit der einmaligen Kulisse der Stadt Bern. Erstklassige nationale und internationale Acts sind kostenlos und mitten im Herzen Berns auf dem Rathausplatz, im Ringgenpärkli und auf der Kleinen Schanze zu hören. Der krönende Höhepunkt dann - zurück im ISC - am Wochenende vom 24. und 25. September, mit Konzert und Party!
Am Samstag, 11. September gehts im: Ringgenpärkli (vis-à-vis Stadttheater), um 17 Uhr mit Stan Or Itchy los: Die Band zählt zu recht zu den Geheimtipps im Ska-Bereich. Die sechsköpfige Berner Combo um Sängerin Stephanie Beutler wartet mit einem off-beatigen Mix aus Ska, Reggae, Rock und Pop mit hitverdächtigen Hooklines auf, der in die Beine fährt. The Catamaran segeln auf einem breiten und gewaltigen Strom aus Gitarrensound, im Rücken jener heisse kalifornische Wüstenwind, der bereits Bands wie Kyuss oder Queens of Stone Age um die Ohren blies. Animal Boys aus Biel um den umtriebigen Frontmann Ratt Matt Animal Boy verschreibt sich seit nunmehr fast 20 Jahren dem Only-Ramones-Sound. Mit hunderten Konzerten, unter anderem als Opener für Dee Dee oder Marky Ramone, gehört die Band mittlerweile zu den heissesten und schweisstreibendsten Liveacts landauf, landab. The Monofones - das sind ein rumpliges Schlagzeug, eine ordentlich verzerrte Gretsch Gitarre, die klingt wie ein John Deere Traktor in den letzten Zügen und eine Frauenstimme, von der man nicht die Leviten gelesen bekommen möchte. Das Trio produziert lauten und wilden 60er Jahre Garage-Trash, wobei das Ganze mit einer ordentlichen Prise Punk serviert wird.
Am Samstag 18. September gehts ebenfalls ab 17 Uhr auf der kleinen Schanze los: Pamela Méndez ist der Geheimtipp der Berner Musikszene. Sie hat noch keine Myspace-Seite, ist nicht auf Facebook zu finden und auch auf YouTube sucht man vergebens nach ihr. Ein paar rough mixes, die unter der Hand in Insiderkreisen zirkulieren und einige rare Auftritte in Altstadtkellern vor kleinem Publikum sind das einzige Lebenszeichen von ihr. Dies wird sich wohl bald ändern, denn obwohl die Sängerin aus dem Lorraine-Quartier gerade knappe 20 Jahre zählt, überrascht sie mit einer reifen, voluminösen Stimme und Songs, die geradezu betören. Später am Abend ist die Schweizer-Reihe dann an Mama Rosin: Die Sümpfe Louisianas, der Voodoo-Kult der haitianischen Sklaven – Mama Rosin riecht leicht modrig, nach Erde und feuchter Hitze. Die Genfer Combo mischt Banjo mit bluesigen Gitarren und Akkordeon zu französischen Texten. Eine ebenso aberwitzige wie elektrisierende Mischung!