Michael von der Heide erfreute trotz strömenden Regen
Michael von der Heide ist einer der bekanntesten und vielseitigsten Schweizer Sänger. Bis her veröffentlichte der 39-Jährige acht Alben und 18 Singles. Viele CDs erreichten die vorderen Ränge der Schweizer Charts. Seine Live Auftritte haben die Schweizergrenze schon lange überschritten. So spielte er auch in Deutschland, Frankreich, Kanada, Ungarn und Österreich. Vor etwas mehr als drei Monaten vertrat Michael von der Heide die Schweiz mit „Il pleut de l`or“ am Eurovision Song Contest. Leider hiess es auch dieses Jahr bereits bei der Vorrunde Abschied nehmen für die Schweiz. Mit gerade einmal zwei Punkten landete Michael auf dem letzten Platz. Deshalb wollte ich von ihm wissen wie es ihm heute dabei geht, wenn er an diese Zeit zurück denke. „Es geht mir gut, ich habe seit dem Eurovision Song Contest nun auch Anfragen von Rumänien, Israel und Portugal bekommen, wo ich in zwei Wochen spielen werde. Ich kann eigentlich nur Positives mit nehmen, ausser das blöde Resultat. Das ist das einzig Negative“, meint Michael. „ Es waren tolle zwei Wochen und ich würde es jedem empfehlen“.
Eigentlich wusste man ja von Anfang an, dass es die Schweiz schwer haben würde in Oslo. „Ich habe gehofft, dass es sich vielleicht dieses Jahr ändern werde - das war leider nicht der Fall. Doch ich bin sicher, dass die Zeit für die Schweizer wieder kommen wird“, so Michael weiter. Als ich Michael darauf ansprach, ob er nächstes Jahr wieder antreten werde, lachte er nur und meinte: „Ganz sicher nicht, vielleicht übernächstes Jahr. Dieser Eurovision Song Contest wird für mich immer einen Teil von mir sein. Was ich jedoch sehr schade fand, dass so wenig Schweizer Journalisten vor Ort waren, ist es doch die grösste TV-Show. Nicht mal eine eigene Feier wurde uns bezahlt, zum Glück konnten wir dann mit Israel zusammen feiern. Doch jetzt kann ich sagen, ich träume nicht mehr davon, diesen Contest zu gewinnen. Ich schaue jetzt nach vorne und freue mich auf das was noch alles kommen wird.“
Als Michael von der Heide am Samstag auf die Bühne kam, regnete es in Thun in Strömen. Doch seine die treuen Fans liessen es sich trotzdem nicht nehmen und erschienen zahlreich. Aauffallend waren die vielen, doch recht jungen Zuschauer, welche sich vor Freude kaum halten konnten. Vielleicht lag es auch daran, dass Michael ihnen besonders viel Aufmerksamkeit schenkte, sei es mit Blicken oder das er sich ohne Zögern von ihnen berühren lies. Als ich ihn fragte was das für ihn bedeutete, lachte er nur und sagte: „Wie süss oder?!“ Ganz der Profi – der sich auch von heiklen Umständen nicht aus der Ruhe bringen liess. So gestand er nach der Show: „Ich kann dir jetzt ehrlich sagen, wir standen so zum ersten Mal auf der Bühne. Leider gab es ein Missverständnis mit den Daten, ich habe gedacht, ich würde am Freitag und nicht am Samstag spielen und so war meine Band bereits verplant. So kam es dass die Bassistin Sandra einsprang, ich kenne sie schon lange aber wir haben noch nie zusammen gespielt. Für das, dass wir heute sozusagen Premiere hatten mit dieser Konstellation,, muss ich sagen, ist es ziemlich gut gelaufen.“
Weiter wollte ich von Michael wissen wie es denn allgemein war für ihn in Thun zu spielen? „Für mich ist es immer toll in Thun zu spielen, ich spiele ja ab und zu im Mokka. Aber dieses Scheiss Wetter…! Deshalb verüble ich es auch niemandem, wenn er nicht gekommen ist. Ich und die Band hatten Freude am heutigen Konzert.“ Und zu guter letzt wagte er noch einen kurzen Blick in seine Zukunft: „Wenn alles so weiter geht wie ich es mir vorstelle und erhoffe, so kommt nächsten Frühling mein neues Album auf den Markt - auch darauf freue ich mich sehr.“