Magische 7: Stefan Heimoz am Natural Sound
Text: Nicole Mani
Bilder: Stefan Heimoz/Trespass-Archiv
Sina und Philipp Fankhauser sind Headliner des 7. Natural Sound Open Airs Kiental vom 11. bis 13. Juli; Yvonne Moore, Jean et les Peugeot oder Chica Torpedo; Wally Warning und Bruno Dietrich mit Freunden werden ebenfalls in der Arena am Fusse der Blümlisalp auftreten. Neben ihrer Musik gibt es noch andere zu entdecken: Zum Beispiel jene des Berner Liedermachers Stefan Heimoz. Im siebten Jahr seiner Bühnenkarriere spielt er am siebten Natural Sound Open Air: Mit drei Auftritten auf der kleinen Bühne wird der Berner Liedermacher Stefan Heimoz am Freitag, 11. Juli, in Kiental seine neue CD «Gueti Zyt» taufen. «Sie war eigentlich erst für den Herbst geplant», erzählt der 39-Jährige. «Aber als sich der Auftritt im Kiental ergab, habe ich etwas Gas gegeben.» Und die Platte rechtzeitig fertiggestellt.
Musik zu komponieren, sei sowieso ein spontanes Unterfangen: «Plötzlich hatte ich die 14 Lieder zusammen.» Meist kämen ihm die Ideen dazu in Situationen, in denen er gerade nichts zum Schreiben dabei habe. «Dann merke ich sie mir durch Eselsbrücken.» A propos Esel: Heimoz besitzt zwei davon. Er wohnt in einem alten Bauernhaus in Scharnachtal. Über einen der Esel erzählt er auf seiner neuen CD im Lied «Luna». Heimoz, von Beruf Lehrer, kennt das Kiental Open Air bereits als Zuschauer: «Es ist genial, sowohl vom Ort wie auch von der Stimmung her.» Es setze einen Kontrapunkt zu anderen, lauten Open Airs: «Das Natural Sound ist eher ein Open Air der feinen Töne.» «Die Musiker kommen gerne nach Kiental», sagt auch Mario Binetti, Leiter des Co-Organisators Kientalerhof. «Das Natural Sound Open Air hat sich in der Schweizer Musikerszene längst herumgesprochen.» Es sei sogar ein wenig eine Insiderveranstaltung: «Man trifft auch im Publikum viele Musiker an.» Vor allem die familiäre Atmosphäre spreche diese an. Die Bergkulisse mit der Blümlisalp dürfte ein weiterer Grund sein: «Max Lässer hat letztes Jahr gesagt, wir sollen die Bühne umdrehen, damit auch die auftretenden Musiker etwas davon sehen», erzählt Binetti. «Der Vorverkauf lief noch nie so gut wie dieses Jahr», freut er sich. Das stimme ihn sehr zuversichtlich. «Wenn das Wetter mitspielt, erwarte ich einen Besucherrekord.»
Aber der Sonntag bereitet Mario Binetti Sorgen: «Viele Leute haben das Gefühl, der Sonntag sei nur ein Auslaufen des Open Airs.» Klar, die Musik sei weniger bekannt. Dafür gestalte sich das Programm vielseitig: Volksmusik, Kleinkunst und Reggae – das gibt es am letzten Open-Air-Tag zu hören. Und: «Am Sonntag haben die Besucher Gelegenheit, selbst mitzumachen.» In verschiedenen Workshops könnten sie das Angebot des Kientalerhofs erkunden. So werden sich demnach auch dieses Jahr einige Open-Air-Besucher in Musikimprovisation oder Tribal-Tanz versuchen.