Nortody haucht Crossfade neues Leben ein
Text/Bild: Chris Iseli
Lauterbrunnen ist um eine Band reicher. Nortody feierte am 9. Juni Premiere an der 10. Rocknacht in Gündlischwand. Die Heavy-Metal/Hardrock-Formation mit dem ehemaligen Crossfade-Lead-Gitarristen Thomas Gertsch spielt neben eigenen Songs auch zahlreiche Crossfade-Nummern spielen. Crossfade ist jene Band, die Musicstar-Teilnehmer Kandlbauer verlassen musste, um auf Solopfaden weiter zu wandeln. «Bei unserem Casting haben nur Frauen vorgesungen», bemerkt Thomas Gertsch, ehemaliger Crossfade-Lead-Gittarrist und jetzt Mitbegründer der neuen Lauterbrunner Band Nortody. Die ultimative Stimme hätten sie gesucht, und beim Vorsingen eben doch nicht gefunden. «Die Suche musste weitergehen…» Gefunden wurde sie im Z7 – einem Konzertlokal in Pratteln. Aus dem Smalltalk mit dem Brienzer Sandro Trauffer ist schlussendlich eine Zusammenarbeit entstanden. Man beschloss, Sandro vorsingen zu lassen und siehe da: es passte perfekt. DIE lang gesuchte Stimme war gefunden.
Nortody steht als Abkürzung für «No reason to die» – übersetzt: kein Grund zu sterben. Gertsch lernte die heutige Nortody-Crew an der 9. Rocknacht in Gündlischwand kennen. «Im Gespräch merkte ich, dass wir alle von der gleichen Musikrichtung sprechen. Einige Zeit später hörte ich sie mir an – die Band war geboren.» Thomas Gertsch (Lead-Gitarre) aus Grindelwald, Kaspar Häni (Schlagzeug) aus Lauterbrunnen, Ueli Wyss (Gitarre) aus Lauterbrunnen, Michel Gertsch (Bass) aus Gündlischwand und Marc von Allmen (Gitarre) aus Lauterbrunnen unterstützen Sandro Trauffers kräftige Stimme mit dem gebührenden und lautstarken Ensemble. Stilistisch kann Nortody nicht unbedingt schubladisiert werden. Der Sound geht in Richtung Heavy Metal und Hardrock. «Wir sind eine Mischung aus Iron Maiden, Metallica und AC/DC», so Gertsch. Die Songs sind mehrheitlich Eigenkompositionen, die von Sandro Trauffer und Kaspar Häni getextet werden. Anders als bei vielen Bands steht bei Nortody zuerst die Melodie und dann folgt der Text. «Diese Songs handeln vom Alltag, von den Problemen im Leben, vom Schönem und weniger Schönem», bemerkt Kaspar Häni, der jüngere Bruder des Scream-Sängers und Songwriters Christian Häni. Die Melodien entstehen jeweils als Gemeinschaftswerk aller Musiker. Im Repertoire befinden sich einige Crossfade-Songs. «Da es Crossfade nicht mehr gibt, besteht kein Problem, dass wir die Songs nicht spielen dürften», so Thomas Gertsch. «Und es wäre doch schade, diesen Sound einfach in der Konserve vor sich hin faulen zu lassen.» Die Premiere feierte Nortody an der 10. Rocknacht am Dorffest in Gündlischwand. Ihren ersten Auftritt stiess aus positive Rückmeldungen. Geplant sind weitere Gigs – Anfragen sind laut Thomas Gertsch vorhanden. Das Ziel der Band? «Rockstars werden», bemerkt Kaspar Häni mit einem breiten Grinsen. Thomas Gertsch fügt an: «Wir möchten sicher einmal möglichst viele Auftritte spielen, eine CD produzieren. Und: natürlich gemeinsam Freude an unserer Musik haben.»