One Shot Orchestra – Okaiii (Chop Records)
Text: DasSchaf
Bild: Kilian Krug/pluralnet.de
Augen zu – und du bist mitten in einer Disco mit wummernden Bässen, um dich herum tanzt und zuckt die Menge zum Beat. Augen auf – ach, das ist „nur“ die Debut-EP des one:shot:orchestra im CD-Player… Gleich mit dem ersten Track „Okaiii“ legt das Trio um Jacob Suske, Fabian Kalker und Simon Baumann, alle drei keine unbeschriebenen Blätter im Musikzirkus, los. Elektro, House, gepaart mit E-Gitarren, Bass, Drums und ein wenig rotzigem Pop, die Lyrics auf französisch (was irgendwie an guten französischen Hip Hop erinnert) und englisch, und das alles gemacht für die grossen Tanzpaläste. Eine echte Live-Band, welche die Disco in einen Hexenkessel verwandelt, shake it baby! „I Thank You“ rüttelt dich weiter und lässt die Glieder zucken, „Move It“, properer House, schnörkellos und mit eingängigem Beat, „One Shot Anthem“ mit ein wenig Pathos und zum mitschweben, und „Bastard“, ein Song mit Popappeal, gepaart mit gutem Elektrosound. Interessant, wie die drei Jungs des one:shot:orchestra die Gratwanderung zwischen tanzbarem House und rockig-poppigen Elementen schaffen, damit sie geben der Musik der Tanzpaläste neue Akzente – kein Wunder gilt das Trio als Geheimtipp zwischen den Partymetropolen Berlin und Zürich… „Okaiii“, die Debut-EP des one:shot:orchestra macht jedenfalls Lust auf mehr. Wer gerne in Discos die Nächte durchtanzt, wird das Trio lieben, denn die Jungs erfinden zwar die elektronische Musik nicht neu, mischen ihr aber mit Live-Elementen eine spezielle Note bei, wo beim Tanzen bestimmt keine Langeweile aufkommen mag. Zusammen mit dem one:shot:orchestra Nächte durchtanzen – wir sind gespannt auf das im Herbst 2008 in Aussicht gestellt Album…