Gampel: Der Rock regiert die Welt
Text: Openair Gampel/Ko:L
Bilder:
musicbild.li
"Baby sieh es nicht so eng und fang jetzt endlich an zu bangen. Dann hast du auch bald kapiert, dass der Rock die Welt regiert." Die Zeile aus Die Ärztes "Unrockbar" könnte gut als Leitspruch für die diesjährige Ausgabe des Openair Gampel gelten. Das letzte grosse Open Air des Schweizer Festivalsommers hat nach Aussagen der Veranstalter klar über 80'000 Openair-Fans angelockt - und damit die Erfolge vorangehender Jahre eindrücklich bestätigt.
Musikalische Highlights waren am Donnerstagabend Tool mit ihrer brachialen Video-Inszenierung, Within Temptation mit Sex und viel Stimme; am Freitagabend Jan Delay mit seiner Power-Discosound und Die Ärzte, Über 23'000 Besucher drängten während der Ärzte-Show nach vorne. Die Security hatte auf Grund dessen auch alle Hände voll zu tun und musste Dutzende Fans aus den vordersten Reihen rausziehen.; am Samstag sorgten CH-Rapper Stress, die Sportfreunde Stiller und die Schottenrocker von Travis für sehr viel Gänsehaut. Am Sonntag begeisterten Gentlemen mit seinem schwofenden Reggae und das kanadische Top-Quartett Billy Talent. Zwischenfälle gab es, wie die Verantwortlichen vermelden, keine nennenswerte: «Gampel2007 war ein guter und geschichtsträchtiger Jahrgang», bilanziert Olivier Imboden, Medienchef des Open Air Gampel.
Aus Schweizer Sicht lieferten My Name is George, Modern Day Heroes, The Passengers, Bligg, William White und die einheimischen Lineli Concept Gigs, die jenen, die sie erlebten, in bester Erinnerung bleiben dürften. Auch wenn ausser Stress die ganz grossen Schweizer Namen in Gampel heuer fehlten, so präsentierte die CH-Fraktion eindrücklich, dass sie musikalisch absolut mit den grossen Mithalten kann.
Ansonsten bot Gampel 2008 vor allem das, wofür Gampel seit eh und je bekannt ist: Vier Tage und letztendlich vier bis fünf Nächte voller mächtig guter Laune, kaum aufkommende Müdigkeit und Party bis zum Abwinken. Dass das Festival unvergleichlich ist, ist tausenden schon lange klar - dass das Festical aber trotz zunehmender Grösse und einem gewissen Verlust an Charme immer noch über eine magische Anziehung verfügt, ist jedes Jahr wieder von neuem verblüfend.