Erfolg für Rocknacht
Text: Ko:L
Bilder: Eve
Die Veranstalter der ersten Rocknacht im Musikparksind zufrieden. Auch wenn mit gut 500 Besuchern der Breakeven für den freitäglichen Event knapp verfehlt wurde, ist sicher, dass es im Herbst zu einer zweiten Auflage der Rocknacht kommt. Eröffnet wurde der Konzertreigen von QL. Die Bieler Funpunker treten derzeit den Beweis an, dass sie mehr sind, als lustige Kasper mit bunten Haaren, die auf Kommando Mundartklassiker nachäffen. Vielmehr lieferte das Quartett ein abwechslungsreiches Set aus spannenden Adaptionen traditioneller Volkslieder (Stets i Truure), eigenen Songs und Gassenhauern ab.
Für Mash - eine Band "Nid vo Bärn", wie die Innerschweizer schon auf ihrem Debutalbum klarstellten - war es danach keine leichte Aufgabe, die Party am Laufen zu halten. Zumal Sänger Padi - bereits mit angeschlagener Stimme angereist - es sich nicht nehmen lies, seinen Heuler "Ewigi Liebi", zusammen mit QL in der Punk-Version zum Besten zu geben - und damit seiner Stimme definitiv keinen Gefallen erwies. Mit einer energiegeladenen und charismatischen Performance hatten er und seine Mannen die Menge dennoch bald im Sack. Überraschend war der Auftritt von Natacha. Anders als auf CD präsentierte die Bernerin erfrischend entschlackten Sound, rockig und direkt. Mit dem Engagement von Backgroundsänger Emanuel Gut dürfe sich Natacha allerdings einen Bärendienst erwiesen haben. Da und dort wurden nach dem Konzert Stimmen laut, die Gut eine bessere Performance attestierten, als der eigentlichen Frontfrau der Band.
Den Abschluss des Abends machten schliesslich Airbäg aus Brienz. Und obwohl Frontmann Marc Trauffer zu Beginn des Abends tiefstapelte - "Natürlich gehört Thun zum Berner Oberland - aber ein Heimspiel ist dieser Gig für uns nicht, da müssen wir an die Säcke!" - fiel es den Jungs leicht, das Publikum für sich zu gewinnen. Eigentlich kein Wunder, gerade bei Marc´s Talent als Entertainer. Ein Talent, das ihm übrigens hinter der Bühne das Kompliment eingebracht hat, der Robbie Williams der Schweiz zu sein... und den Autritt in Thun doch noch zum Heimspiel werden lies.