Cosmos - Darfs ein Häppchen Floyd sein?
Text: Ko:L
Bilder: MonthyChristo
Seit letztem Frühling sind Cosmos aus der Region Thun nach einem mehrjährigen Unterbruch wieder ganz im Spirit of Pink Floyd unterwegs. Am Move to Rugenrock absolvierten die vier Jungs mit ihrer Lady ihren bisher wohl grössten Gig. Getragen von einer grossartigen Lichtshow (es waren alleine mehr als vierzig Scanner im Einsatz) spielten Cosmos ihr aktuelles Programm vor einem begeisterten Publikum. Diese im tatsächlich Floyd-würdige Show muss allerdings nicht nach und nach in der Erinnerung verblassen - sie wurde von mehreren Kameras festgehalten und wird nun auf einer Live-DVD verewigt. "Für uns war das bisher das absolut Grösste, was wir je erlebt haben", blickt Bassist Heiko auf die fantastische Show zurück und Gitarrist und Sänger Oli meint, für ihn sei "ein Traum in Erfüllung gegangen!" Und dies obschon die beiden während dem Konzert eigentlich gar nicht richtig mitgekriegt haben, was sich in ihrem Rücken alles abgespielt hat. "Wir konnten aber dank den Reaktionen des Publikums erahnen, dass sich etwas Gewaltiges ereignet hat", oraktelt Oli.
Für Heiko und Oli ist auch klar, dass Cosmos diesen "Pink Floyd Cover-Mantel" ablegen möchte und kann: "Wir spielen bereits heute noch drei, vier Floyd-Songs pro Gig, mehr nicht. Aber Pink Floyd ist halt sozusagen ein Musikstil für sich. Und wenn wir uns diesem Stil verschreiben, werden wir auch immer wieder auf seinen Erfinder angesprochen werden. Aber es ist ganz klar, dass wir eine beachtliche Eigenständigkeit erreicht haben, die vom Publikum auch honoriert wird."
Eine Lichtshow in dieser Art sei eine ideale Unterstützung für den sphärischen, packenden Sound, den Cosmos auf der Bühne bieten; da sind sich die beiden einig. Dennoch werde auch künftig die Musik klar im Vordergrund stehen, "schon nur weil wir gar nicht die Möglichkeit haben, immer eine derartige Show zu präsentieren", wie Oli sagt. "Denn unser Sound funktioniert auch in kleinsten Lokalen, absolut ohne Lichtshow." Derweil stellt Heiko klar: "Wir sind keine Pink Floyd Coverband. Damit müssen wir auch nicht um jeden Preis möglichst genau wie Floyd auftreten. Wenn es möglich ist - schön. Wenn nicht - geschieht uns nichts."
Motiviert, weiterzugehen ist das Quintett auf jeden Fall noch. "Die Pause hat uns extrem gut getan", ist Oli überzeugt, "unser Sound kommt heute noch druckvoller und gewaltiger daher, als vorher, wo wir noch mehr Leute in der Band waren." Auch Heiko ist optimistisch, was die Zukunft angeht: "Momentan stimmt die Chemie in der Band wahnsinnig gut - ich habe derzeit den Eindruck, dass die Band über Jahre zusammenbleiben könnte." Nun - wenigstens das nächste Jahr haben Cosmos mit ihrem Gig am Rugen bereits in Angriff genommen. "Wir konnten einige interessante Kontakte knüpfen und hoffen, dass wir im nächsten Jahr das eine oder andere grössere Konzert spielen können", blickt Oli in die Zukunft.