Dem Rugen den Schmus gebracht
Text: Debi/Ko:L
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80 Musiker und 11 Bands - aber lediglich rund 4500 Besucher - verbrachten das Wochenende am Rugen bei Interlaken. Neben Jimmy Cliff standen unter anderen Gotthard, Baschi, Scream, George und Vanessaedita auf der Rugenbühne.
Ein heisses Wochenende stand ins Haus - nicht nur der hohen Temperaturen wegen. Allein das Programm der vierten Move to Rugenrock-Ausgabe versprach heisse musikalische Kost. Mit Jimmy Cliff verpflichteten die Organisatoren einen internationalen Spitzenact, der hält, was seine Kritiker seit Jahrzehnten versprechen. Neben Cliff waren die deutsch Queen Revival Band und DJ Oetzi die weiteren Vertreter aus dem Ausland, der Rest des Festivals an der Bierquelle stand ganz im Zeichen einheimischen Schaffens.
Mit den beiden Bernerinnen Vanessa und Edita kann bereits der Auftakt als gelungener bezeichnet werden als noch vor einem Jahr, als Musicstar Salome Clausen den Event eröffnete. Zumindest für die beiden Sängerinnen und wohl auch die Mitmusiker war die Show am frühen Abend schweisstreibend. Rocken und das von der Hitze und einer harten Arbeitswoche müde Publikum war wahrlich keine leichte Aufgabe. Doch die die beiden Girls – zwar eher in die Soul- und R´n´B-Ecke gestellt, aber bisweilen echte Rockgören – meisterten sie mit Bravour.
Ebenso bravourös kämpften sie sich nach Show und Autogrammstunde durch Ko:L´s Radiointerview. Den Talk mit Vanessaedita gibts am
7. August im Radio-Issue von Trespass.ch, ab 20 Uhr auf Radio Emme oder online.
Nach den Oldie-Cover-Rockern Roots 66 – dieses Mal ohne Polo Hofer – stürmten Gotthard nach 2004 zum zweiten Mal die Rugenbühne. Gotthard stützen diese These: spürbar direkter und kompromissloser als noch vor zwei Jahren lieferten sie einen kompakten Überblick über ihr ganzes Schaffen. Dem Seeländer George war es schliesslich vergönnt, den Abend wieder mit Mundart und viel Gefühl abzurunden.
Die Eröffnung des zweiten Festivaltages oblag den Lokalmatoren Scream: Heuer korrekt in Schale und nicht im „Gurtenbier“-Shirt rockten Fronter Häni und seine Mannen die Bühne vor der Rugen-Brauerei. Funk mit Seele brachten am Samstag Funky Brotherhood mit Powerstimme Freda Godlett auf den Rugen.
Die beiden Schweizer Vertreter Baschi und Burrell hatten dannach kein leichtes Los: Das Gros der Besucher beschäftigte sich eher damit, auf den Auftritt von Übervater Jimmy Cliff zu warten, denn auf sich um die Musiker auf der Bühne zu kümmern. Zudem machte der Regen den Organisatoren einmal mehr einen Strich durch die Rechnung – wenn auch einen deutlich weniger fetten, als in den drei Jahren zuvor.