Move-to-Rugenrock 04 - Rocken an der Quelle
Text: Ko:L
Bilder: MonthyChristo
Rock und Bier - die älteste Liebe (ok, nach dem hübschen Paar Rock und Whisky die zweitälteste Liebe)! Ein Wunder eigentlich, dass nicht schon viel früher jemand auf die Idee gekommen ist, ein Rockfestival neben einer Bierquelle, oder eben -brauerei zu veranstalten. Wie dem auch sei - die Idee kam doch jemandem - und zwar auf dem Bödeli in den schönen Berner Alpen. Die Organisatoren des 2. Move to Rugenrock haben bewusst nicht die Weite des unpersönlichen Flughafens in Interlaken gesucht, sondern die lauschige Lage der Rugen-Brauerei. Es darf schon als Erfolg gewertet werden, dass das Festival überhaupt in eine zweite Runde geht, nachdem es die erste Ausgabe letztes Jahr trotz Super-Sommer himmeltraurig verpisst hat.
Und sie hat es in sich, diese zweite Ausgabe: Eine geballte Ladung Schweizer Power wird da in die Berner Oberländer Alpen hinausschreien - angeführt ganz sicher vom fast-exklusiv-Auftritt der CH-Rocker schlechthin, von Gotthard. Die treten nämlich trotz des Unfalls von Bässeler Marc Lynn auf. Und weil das Konzert in Gippingen bereits ausverkauft ist, bietet Move to Rugenrock die vorerstletzte Gelegenheit, Gotthard heuer noch auf CH-Bühnen zu sehen. Tix gibts unter
www.move-to-rugenrock.ch oder
www.beo-tickets.ch.
Eröffnet wird das Festival am Freitag Abend von den Lokalmatadoren Hamschter, gefolgt von den Trip-Poppern Lunik und den Wiederauferstandenen Floyd-Jüngern Cosmos. Der Abschluss des ersten Tages gehört Scream und ihrem schön dreckigen Rumpel-Rock. Der Samstag Nachmittag steht im Zeichen des BeO-Rockpreises. Dort streiten sich vier Bands um den Sieg - und damit um einen Voll-Auftritt am Rugenrock 05. Der Sieger letztes Jahr hiess Sonus Fluctus - sie starten das Programm nach dem Contest. Nach Sonus kehrt Sandee auf die Rugen-Bühne zurück - und damit an jene Stätte, von wo aus sie sich vor genau einem Jahr aufgemacht hatte, der Schweiz zu beweisen, dass sie mehr ist, als nur "Göläs Chormeitschi". Unbestrittener Main-Act sind nach Sandee Gotthard, bevor der Sixties-Club mit seinem energiegeladenen Cover-Rock die Partynacht so richtig einläutet. Freundlicherweise übernehmen die Sixties auch gleich wieder den Part des Weckers am Sonntag morgen, bevor Posh und Glenn of Guinness die Braukessel zittern lassen. Den Abschluss des Festivals machen schliesslich ABBA Kadabra.