Adi ist mehr als eine Sternschnuppe
Text/Bilder: Ko:L
Er ist bekannt, als der Mann mit der starken Stimme und den starken Gefühlen. Ende 2005 hat Adi Stern seine jüngste Club-Tour abgeschlossen. „S’blaue vom Himmel“, heisst das aktuelle Album, das der Aargauer mit seinen vier Mitstreitern in den vergangenen Wochen und Monaten in der Schweiz präsentiert hat. Im Kulturhaus Alte Taverne Adelboden spielte Stern die zweitletzte Show der Tour – und er hielt sein Versprechen. „S’blaue vom Himmel“ schimmerte selbst in der dunklen Adelbodner Nacht durch, rotzige Rocksongs und feine Balladen ab seinen beiden Alben wechselten sich ab. Stern bewies: Der Zweitling steht dem viel umjubelten Debut in nichts nach – die Songs zeigen Stern as Stern can be – ohne danach zu klingen, der Aargauer mit den braunen Reh-Augen habe sich selber kopiert. „Ich glaube wer das ganze Album anhört, merkt, dass ich sehr romatisch sein kann – aber es auch mal brauche, wild herumzutoben und zu stampfen. Das brauche ich“, sagt Stern selber über sein aktuelles Album.
Überrascht sei, dass so viele Radios und Hörer seine Musik offensichtlich mögen, sagt Adi Stern bescheiden. Dabei habe er nur „Schweizerdeutsche Rockmusik, mal ein wenig anders“ machen wollen, als er an seinem ersten Album arbeitete. Item – Stern wird geliebt – auch wenn er nicht Berndeutsch singt. „Im besten Fall kann ich noch meinen Heimatort Hasle bei Burgdorf ins Feld führen“, mein Adi aber plötzlich – und outet sich damit wie Mash-Sänger Padi als einer „nid vo Bärn“, der aber doch Berner Wurzeln hat. Und dann meint er, mit der entsprechenden Frage konfrontiert, es gebe wohl halt doch ein Berner Musik-Gen, das irgendwann vergraben worden sei – und jetzt ausstrahlt. Mehr zu Adrian Stern und dem Britischem Mundartsound, grossen Gefühlen und dem Berner Musik-Gen gibt’s am 23. Januar im Radio-Issue von Trespass.ch, ab 20 Uhr auf Radio Emme.