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Stefanie Heinzmann's triumphale Rückkehr

Text: Ko:L
Bilder: adrenaline-pictures.ch
Samstag Vorabend am Openair Gampel – die Fläche vor der Bühne zwei ist zum Bersten gefüllt und von der Bühne weht ein Sturm guter Laune. Stefanie Heinzman ist zuhause – elf Stunden Reise von Dresden ins Wallis sind vergessen – die sprichwörtliche Walliser Sonne scheint nicht nur von oben, sondern auch ab der Bühne. Die Rückkehr von Stefanie Heinzmann und ihrer Band wird zu einem Triumphzug. „Es war einfach Wahnsinn“, sagt sie im Talk. Und ein Interview danach berichtet sie voller Stolz, wie ihre deutschen Musiker vom heimischen Publikum schwärmten. Es war offensichtlich: Da hat sich in den letzten drei Jahren eine Crew gefunden, die zusammen durch dick und dünn geht – und es auf der Bühne ordentlich krachen lässt! Tight, druckvoll und mit viel Charismal präsentierten Stefanie und ihre Band eine Show, die das Publikum restlos begeisterte.
Stefanie Heinzmann am Opeanir Gampel
An ihrem Heimspiel am 25. Openair Gampel präsentierte sich Stefanie als spielfreudige und vor allem selbstsichere Entertainerin. „Der Weg dahin war hart“, gibt Stefanie zu. „Aber es hat sich gelohnt. Ich hatte gerade kürzlich ein Konzert vor 10'000 bis 15'000 Leuten – und es gelang mir zum ersten Mal, dass die Leute wirklich bis ganz hinten die Hände nach oben rissen und mitmachten. Das war unglaublich – aber auch unglaublich schön zu sehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
Stefanie Heinzmann am Opeanir Gampel
Hart arbeiten musste die 21-Jährige auch an und mit ihrer Stimme. Anfang Jahr musste sie sich einer Operation unterziehen. „Fünf Monate nicht singen zu dürfen, war extrem hart“, sagt Stefanie. „Aber es musste mich wohl einfach mal so richtig auf die Fresse hauen, damit ich lerne, was Sache ist.“ Wohl habe sie auch in der Vergangenheit Stimm- und Gesangstechniken trainiert, betont sie. „Aber halt nicht in letzter Konsequenz. Dann kam eine Erkältung, ich trat trotzdem auf und machte dann noch eine Show und noch eine. Und so schleppte ich die Sache immer weiter und anstatt zu bessern, verschlimmerte sich alles nur. Hinzu kamen Probleme mit dem Rücken – und wenn der nicht fit ist, ist das auch für die Stimme nicht ideal.“ Doch mittlerweile sind die „Bräschte“ alle auskuriert. „Der Rücken ist fit, die Stimme hält – und ich bin einfach nur dankbar und glücklich darüber“, sagt Stefanie, „aber im Wissen darum, dass das, was ich habe, alles andere als selbstverständlich ist.“
Stefanie Heinzmann am Opeanir Gampel
Mittlerweile fängt sie denn auch an zu glauben, dass ihre Traumkarriere – welche 21-jährige Schweizer Sängerin kann schon in Mannheim vor 250'000 Leuten spielen? - eben nicht nur ein Traum, sondern tatsächlich Realität ist. „Ehrlich: Vor drei Jahren war ich noch eine Schülerin – und dann wollten plötzlich alle etwas von mir; Interviews, roter Teppich, VIP, Promi und all der Scheiss. Ganz ehrlich: Ich fragte mich oft, was das alles soll! Aber mittlerweile habe ich gelernt, mit der Situation umzugehen und kann sie jetzt auch mehr geniessen.“ Es ist offensichtlich: Stefanie Heinzmann hat sich nicht nur als Sängerin und Entertainerin, sondern auch als Person weiterentwickelt, und ist gewachsen. „Hey“, sagt sie mit einem Lachen, „das ist doch wohl auch normal, wenn man 21 wird, sollte es schon mal langsam vorwärts gehen.“
Stefanie Heinzmann am Opeanir Gampel
So blickt sie denn auch vor allem vorwärts – und tut den Blick zurück nicht mit Wehmut, sondern mit Grossmut und Freude. Am Openair Gampel spielten ihre alten Mitstreiter von Bigfish, bei denen Stefanie Heinzmann ihre ersten Schritte als Sängerin machte, mit neuer Sängerin und neuem Namen Bischfrisch. Kam da keine Sehnsucht nach lauschiger Heimat-Liebe und Gesang in Wallisertiitsch auf? „Nein. Ich finds toll, dass die Jungs weitergemacht haben und jetzt hier im Wallis bereits beachtliche Erfolge verbuchen können. Und Singen in Wallisertiitsch ist halt so eine Sache: Sing mal ein 'ch' schön melodiös. Englisch eine viel melodiösere Sprache, die für den Gesang mehr Möglichkeiten bietet. Deshalb fühle ich mich gerade rundum wohl, mit dem was ich mache.“ Sagts – und schreitet zum nächsten Interview. Nicht mit der Angst, die sie vor solchen Gesprächen früher hatte. Sondern mit einer Selbstverständlichkeit, die sie gleich noch einmal einen Tick sympathischer macht.

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2/11/2012 10:30:26 AM Administrator
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