SMA12: Alles wie erwartet
2.3.2012/Text: Ko:L, Bild: Screenshot SF
Die Schweizer Musikindustrie lud zur Sause mit Gratis-Alkohol und Häppchen und einem Hauch von Glamour – und zum fünften Mal pilgerte die vereinigte Schweizer Musikfamilie dem vermeintlichen Epizentrum heimischen Musikschaffens entgegen: In Zürich wurden die Swiss Music Awards vergeben. Erwartungsgemäss räumten die Überflieger des Jahres 77 Bombay Street ab: Sie holten sich den Stein in der Kategorie Best Album Pop/Rock National ebenso wie für den Best Hit National. Stress kriegte einen Stein für sein Album „Renaissance II“ in der Kategorie Best Album Urban National – es ist sein sechster in der erst fünfjährigen Geschichte des Events. DJ Antoine erhielt den Award für das Best Album Dance National.
Bastian Baker angelte sich den Award für den Best Breaking Act National, Dabu Fantsastic erhielten von der letztjährigen Preisträgerin Steff la Cheffe den Award für das Best Talent 2011. Weltstar-Harfenist Andreas Vollenweider erhielt von Jury-Präsident Claude Nobs einen Outstanding Achievement Award – und eine minutenlange Standing Ovation der versammeltenC Szene. Abgerundet wurde das Schaulaufen des Schweizer Musikschaffens von den Lovebugs, die nach drei Jahren Pause ihre neue Single vorstellten und Anna Rossinelli, die überraschend mit Weltstar James Morrison einen Track performte. Und falls sich jetzt fragt, warum wir nicht über die internationalen Acts schreiben, gibt es eine einfache Antwort: Sie glänzten gestern persönlich weitestgehend mit Abwesenheit – und sandten damit wenn auch unfreiwillig so doch unmissverständlich ein Signal an die Veranstalter: Konzentriert euch endlich auf das heimische Schaffen. Das Format hätte es schon lange.