The Corleons' Album ist getauft
28.11.2011/Text: Sime, Bilder:
adrenaline-pictures.ch
Es hat etwas länger gedauert, doch das Ergebnis ist einfach grandios. „Better bitter than too sweet“ heisst das erste Album der fünf Thuner Musiker The Corleons. Seit 2008, als die EP Clockwork erschienen ist, ist es auch um die Band etwas ruhiger geworden. Ja sie hatten wahrhaftig das bittere vom Leben zu spüren bekommen, denn das Teamwork mit dem ehemaligen Drummer klappte nicht mehr und die Suche nach einer neuen Besetzung fing an. Als ich die Jungs fragte was denn genau vorgefallen sei bezüglich Drummer, sagte Mike Röthlisberger: „Als das Album bereits fertig war, wurden die Differenzen mit dem ehemaligen Drummer so gross, dass wir das Album mit dieser Besetzung nicht veröffentlichen konnten und wollten, wir trennten uns dann schlussendlich im gegenseitigen Interesse.“ Das war vor rund einem Jahr.
Weil die Corleons keine halben Sachen, gaben sie dem neuen Trommler Stephan Burkhalter genügend Zeit, um sich mit den Songs und der ganzem Bandatmosphäre vertraut zu machen. Das lange Warten hat sich gelohnt. Am Donnerstag 24. November 2011 tauften sie im Kultlokal Mokka in Thun ihr Baby. Da wollte ich natürlich von Rämsi, dem Leadsänger der Band, wissen, was das erste Album für sie bedeutet. „Wir sind sehr stolz auf unser erstes Album, es ist ein Traum welchen wir uns erfüllt haben. All unsere Gedanken, alles was wir wollten, musikalisch, wie auch textmässig ist in diesem Album, es ist für uns einfach genial.“ Die ganze Albumproduktion und die bitteren Zeiten seien sehr lehrreich für die Band gewesen, sie seien daran gewachsen, nicht nur menschlich auch musikalisch. „Ich konnte sehr viel profitieren was das Textschreiben anbelangt“, sagt Rämsi weiter. Die Aufgabenteilung ist somit auch klar. Rämsi schreibt die Texte und seine Musiker liefern dann die passende Musik.
Das Mokka ist gut gefüllt an der Plattentaufe und das Publikum schaut gespannt auf die Bühne. Drum, Gitarren, Mikrophone, Keyboard - alles steht auf der doch sehr kleinen Bühne parat. Dann stürmen die fünf die Bühne. Sofort übernimmt der Herzschlag den Rhythmus vom Drum gespielt von Stephan Burkhalter und am ganze Körper kommt die Gänsehaut, hervorgerufen durch das eindringliche und wunderschöne Mundharmonika-Intro. Die Gitarrensaiten glühten schon nach kurzer Zeit, zu verdanken ist dies Mike und Kilian Röthlisberger und der Bass dröhnt dank Patrik Kaderli mit voller Wucht durchs Mokka. Die Zuschauer sind begeistert. Wie Mike und Rämsi schon beim Interview sagten: “Wir würden uns nie verkaufen und unserem Sound untreu werden, denn nur mit unserem Musikstil fühlen wir uns eins.“ Genau das repräsentieren The Corleons auch live. Die Band schafft es nicht nur, die Jungs in eine andere Atmosphäre zu bringen, nein sie nahmen gleich das ganze Publikum mit und so tauchte das Mokka zurück in die 70er. Gelegentlich tauchte am Keyboard Urs Reichen auf, welcher die Band unterstützt.
Getauft auf den Namen „Better bitter than too sweet“ wurde das Album nicht mit Whisky, Wasser oder Wein, nein die Band reichte dem Publikum die neue Schallplatte und bat, sie zu Unterschreiben. Für einmal stand nicht die Band im Vordergrund, sondern das Publikum bekam die Ehre, das neue Baby zu taufen. Zum krönenden Abschluss kam dann noch Timo Alber mit dem Dudelsack auf die Bühne und für das Publikum hiess es wieder zurück in die Gegenwart zu kommen. Nach einem solch gelungen Auftritt wollte ich natürlich von den Jungs noch wissen was wir in Zukunft von ihnen erwarten können. „Wir haben verschiedene Openairs angeschrieben und hoffen dass wir auch im nächsten Jahr möglichst viele Liveacts spielen können“, sagt Mike.