The Corleons schaffen Grundlagen
Alles begann vor fünf Jahren. Die zwei Gitarre spielenden Brüder Mike und Kilu Röthlisberger entschieden sich, nicht nur zuhause im stillen Kämmerlein zu üben, sondern eine Band zu gründen. Mitinteressierte waren bald gefunden und es wurden The Fallen Angels geboren. Musikalisch widmen sie sich vor allem den 70ern. 2005 gab es einen Bassistenwechsel und 2006 änderte die Schlagzeugbesetzung. The Fallen Angels entschieden sich im Sommer dieses Jahres ihren Bandnamen in The Corleons zu ändern.
Wie erwähnt spielen die Brüder Mike und Kilu Gitarre. Stefan „Rämsi“ Ramseier singt, Patrick „Kadi“ Kaderli spielt Bass und Oli Briguet Schlagzeug. Für den neuen Bandnamen gibt es laut Gitarrist Mike verschiedene Gründe: „Einerseits entstand der Name aufgrund eines Songs von Aerosmith, welche ein gleichnamiges Lied spielen, und war nur eine spontane Idee. Andererseits wurden wir oft aufgrund des Namens mit einer Heavy Metal-Band gleichgesetzt, was wir überhaupt nicht sind.“ Sänger Rämsi sagt: „Wir sind eine Rock`n`Roll-Band mit Blues- und Garagerockeinflüssen und haben mit Metal nichts am Hut.“ Rämsi und Mike sind sich einig, dass sie Musik in die Richtung ihrer Vorbilder machen. „Wir sind beeinflusst von Aerosmith, Led Zeppelin, The Who, Free, The White Stripes, The Hellacopters, The Rolling Stones und vor allem von The Black Crowes. Wir spielen den Stil der 60er und 70er Jahre.“ Sie wollen laut Rämsi aber trotzdem der Zeit entsprechen, und auf keinen Fall stehen bleiben, sondern innovativ sein.
Der neue Name The Corleons sei eigentlich ein Phantasiename, welcher aus zwei Hintergründen entstanden sei: Corleone sei eine Ortschaft in Sizilien und der Pate werde im gleichnamigen Film auch Don Corleone genannt, erklären Rämsi (Gesang) und Mike (Gitarre). „Wir formten daraus Corleons und setzen das The vorab, da dies bereits vor Fallen Angels stand und gewissermassen eine Zugehörigkeit mit den meisten unserer Favoritenbands ausmacht, wie etwa The Rolling Stones.“
Auf der Bühne stehen laut Mike das Leben und die Magie im Vordergrund. Da sie es lieben, Musik zu machen, sei es für sie nicht schwierig auf der Bühne sich selber zu sein. „Wir machen nicht nur Musik für die Ohren, sondern auch für die Augen und die Seele. Die Leute sollen sehen und spüren, dass wir unsere Musik leben. Unseren Stil könnte man als 'Hudelrock' bezeichnen“, sagt Rämsi.
Diesen Sommer pilgerten The Corleons aus Thun ins Studio Foolpark nach Zug und nahmen mit ihrem Produzenten Deezl eine EP auf. „Wichtig war uns ein Studio, in welchem man analog aufnehmen konnte. Wir finden, dass unser Sound zu dieser Aufnahmetechnik passt“, sagt der Frontmann. „Für mich tönt diese Art von Aufnahmetechnik erdiger, wärmer und vor allem lebendiger“, fügt Gitarrist Mike an. So entstand eine EP mit sechs Songs, welche voraussichtlich Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres unter dem Titel „Clockwork“ rauskommt. Gleichzeitig wollen The Corleons ihr Baby taufen. „Wir wissen noch nicht genau in welchem Club, aber es wird sicher in Thun sein“, sagt Mike. Auf die Frage, wieso sie nicht ein ganzes Album aufgenommen haben - genügend Songs hätten sie nämlich auf Lager - antworteten Mike und Rämsi prompt: „Wir wollten zuerst Studioerfahrung sammeln und eine Grundlage schaffen, um uns zu entwickeln. Weniger ist oft mehr und wir wollten nichts überstürzen.“ Es werde sicher einmal ein Album von ihnen geben, aber jetzt wollen sie zuerst ihre EP an den Mann oder die Frau bringen und gleichzeitig versuchen sich weiter live einen Namen zu machen.