K-Again - Ultraviolence
Text: MonthyChristo
Bilder: k-again
Wir sind ja alle sehr ehrlich hier bei Trespass. Und das ist auch k-again mit ihrem korrekt benamsten Thrasher ultraVIOLENCE. Ihr Lieblingswort: "DIE!" Freunde des guten Geschmacks kommen also beim Mailänder Hardcore-Label 2KKrecords voll auf ihre Kosten. Pigo Gentleman, Skyzzo, Lenny und Sig bieten auf einer Vorab-Single drei Tracks erster Härteklasse und schieben eine Extended-EP mit vier anderen gleichen Tracks und zwei Remixes nach.
Dabei wirkt k-again dank sowohl biestiger als auch klarer Stimme und vielen gekonnt gespielten Rhythmuswechseln längst nicht nur brutal. Pigos einfallsreiches Sampling unterstützt den dunklen Charrakter des wunderbar launischen Sounds einer durch und durch stählernen Band. Bewunderswert präzis bringen Sigs Drums, Skizzos Bass sowie Lenny und Gentlemans Guitar jeden noch so wilden Takt auf den in eine Gefahrenzone umfunktionierten Tanzboden. Pigo zeichnet am Mik in erster Linie fürs Kratzen, kann aber auch ganz normal, die von Skizzo eingebrachten meist klaren Backing Passagen wirken dagegen eigentlich sehr entspannend. Manchmal trödelt dabei sogar die Soundmachine etwas herum, nur um aber die wahre Härte und Leidenschaft von k-again gleich darauf noch besser zelebrieren zu können. Vom Wechselbad der Spannung und Entspannung her, erinnern k-again in manchen Phasen an Waltaris Kult-Oper "Death Metal Symphony in Deep C". Jedenfalls würde auch Pigo & Co ein Orchester nicht so schlecht stehen...
Die Frage warum ich überhaupt eine italienische Band berücksichtige, erübrigt sich bei den Mailändern. Ist ja nicht so weit weg und wer so dämonisch flüstert, so böse powert und so kompromisslos kombiniert und konfrontiert gehört ganz einfach dazu. UltraBRUTAL ist vor allem die kleine schwarze "My time/ Twins of blood/ Self frustrated"-Single. Die Maschine konzentriert sich auf den Kern des Soundes und brandet Riff für Riff auf ihre Opfer nieder. Es erstaunt nicht, dass solcher Lärm seit Gründung schätzungsweise `99 einiges Aufsehen erregte. So an der Korn Night 2001 und an US-Festivals an der Seite von Godhead oder Disturbed, über Contests, Compilations, Web, Radio und Print in Italien und den USA. Die im August erscheinende Full-Length "ultraVIOLENCE 4 MEGASINNERS" unserer NuMetalCore-Helden wird logischerweise von namhafter Grösse produziert: Logan Mader (Machine Head, Soulfly)
k-agains Weg zu internationaler Grösse scheint vorgegeben und wird auch von der weissen Extended-Hadrcopy bestätigt. In kruppscher Manier intoniert der Computer "Footsteps", die Band übernimmt mit "Obvious" und einigen - offensichtlich gewollten - Misstönen. Ansonsten spielen sie´s einfach unmenschlich fehlerfrei. Flüssiges Blut statt Blei hat denn auch "U" - k-again powern abwechslungsreich und damit immer wieder neu. Die öfter eingeschobenen mystischen Passagen lassen das Potential dieser Band offensichtlich werden. Die Gefahr besteht dabei, sich zwischen den verschiedenen Welten etwas aufzureiben. "My own freedom" ist genauso ein Stück, das ohne die harten Passagen sofort eine viel breiteres Publikum ansprechen könnte. Schliesslich rückt aber "Go straight" die Sache im Sinne der harten Mailänderli wieder zurecht. Die Remixes sind auch schon nicht ohne. Alles in allem eine brutale Sache mit eindeutigem Fazit: k-again and again and again...