Einfach, einfacher, the unborn chikken voices... Ich hab sie getroffen, die vier Mannen aus Luzern, im „Exil“ in Bern. Als Support von den Chocolate Rockets heizten die Hühnerstimmen im ISC die Meute an – mit schlichtem, simplen Rock’n’Roll, ohne grosses Drumherum in musikalischer Hinsicht. Aber auf der Bühne von Visuals aus den 50er Jahren.„Nichts Kompliziertes“ wollten die Jungs soundmässig auf die Beine stellen, erklären Gitarrist Gregi Zeder und Sänger Marco Liembd nach der Show im Interview. Sieben Jahre haben sie als Team mit Stee Schmid und Dave Wigger auf dem Buckel. „Das ist die längste Beziehung, die wir alle bisher jemals eingegangen sind“ , meint Marco.
In dieser Zeit haben die vier über 100 Gigs im In- und Ausland über die Bühne gebracht. Konzerte wie das Tourfinish mit Krokus 2003 haben Spuren hinterlassen – und Früchte getragen: Im vergangenen Oktober erschien ihr erstes Album „We don’t play guitars“ – dass sie aber durchaus Gitarre spielen, davon konnten sich die ISC-Gänger überzeugen. „‹We don’t play Guitars›“ ist ein extremes Gitarrenalbum, aber nichts Ausgefallenes. Wir wollten nichts Neues erfinden“, setzt der Sänger zu einem Erklärungsversuch an. Live, davon ist Liembd überzeugt, sei ihr Sound sowieso besser. Die vergangenen Jahre hätten aber nicht nur in dieser Hinsicht gefruchtet: „Wir wissen heute, was wir machen wollen und was nicht“, halten die beiden Songschreiber im Gespräch unter sechs Augen fest. „Das Ziel war immer, einfache und direkte Musik zu machen, Rock’n’Roll halt.“ Liembd verdient sich seine Brötchen auch abseits der Bretter, die die Welt bedeuten, mit Sound. Als Musikredaktor für Virus mischt er sich viel in das Bandgeschehen ein: „Ich motze extrem viel rum. Im Radio geht’s halt drum, abzuschätzen, ob nun ein Song scheisse ist, oder nicht.“ Dieses Wissen prägt denn auch das musikalische Schaffen der Luzerner, „ist aber eher produktiv,als mühsam“ attestiert Gregi seinem Bandkollegen vorsichtig. Mehr von den unborn chikken voices, Marco und Gregi live und in voller Länge, gibts am 23. diesen Monats im
Radio-Issue von Trespass.ch, zwischen 20 und 22 Uhr auf Radio Emme.