Undiscovered Soul blühen auf
Text: Dino dal Farra/Sermeter
Bilder: Undiscovered Soul
Jung, wild und dynamisch – so präsentierten sich die smarten Jungs von Undiscovered Soul jüngst im Thuner Mokka. Die Menge im bis in die hinterste Ecke gefüllten Club kochte von Anfang an, so dass Sänger Jay auf weitere Publikumsanimation getrost verzichten konnte. Tatsächlich wähnte man sich eher am Konzert einer bekannten Rockgrösse, als an jenem einer Band, welche noch kaum über die Kantonsgrenzen hinaus gekommen ist. Wer nun aber dachte, die Souls würden das Publikum und speziell den weiblichen Teil davon lediglich mit ihrer Rockstar-Attitüde bei der Stange halten, irrte sich gewaltig. Von Rock über Funk und Soul bis Blues wurde alles gespielt, was das Herz des geneigten Zuhörers begehrt.
Bisher spielte sich das Spektakel vor allem in einme Gartenhäuschen in Steffisburg ab: Undiscovered Soul dort beflissen für ihren Auftritt im Mokka. In ihrem etwas unkonventionellen Übungsraum fühlen sie sich wie Zuhause. Der Band dürfte es zudem schwer fallen, sich einem Ausserirdischen zu beschreiben: Ihre Songs hallen irgendwo zwischen den Sphären des Rock, Blues und Funk, verspricht ihre Biografie. Die fünf Jungspunde tragen im Durchschnitt 20 Jahre auf dem Buckel. Kein Hindernis, um jetzt schon vom glamourösen Leben eines Rockstars zu träumen: «Das ist unser Antrieb, die Band ist unsere Familie, unser Privatleben ist die Musik», sagt Gitarrist Michael Finger.
An Ambition mangelt es den Musikern von Undiscovered Soul nicht. «Eine grosse Tour wäre cool», sagt Bassist Andreas Nydegger. Vorerst gehe es der Band aber darum, sich lokal einen Namen zumachen. An ihrer Premiere im Mokka haben die unentdeckten Seelen eine EP mit drei bis vier Liedern lanciert – für Veranstalter, aber auch für Fans. Unabhängig davon werden die Songs demnächst auf ihrer Homepage gratis zum Download bereitgestellt. Falls der Rockstar-Traum für die Thuner Band schneller in Erfüllung gehen sollte als erwartet: Fällt ihr Bandname dann dem Erfolg zum Opfer? «Selbstverständlich nicht», sagt Gitarrist Michael Finger. «Wir bleiben auch dann die unentdeckten Seelen, wenn wir entdeckt werden.