Undiscovered Soul haben noch lange nicht genug
Text: Nico
Bilder: undiscoveredsoul.ch
Sieben Jungs, zwei Bands. Das war einmal. Anfang Jahr haben sich die beiden Bands Attitude und Undiscovered Soul zusammen getan. Die sieben Thuner, die sich bis letztes Jahr noch den Bandraum teilten, musizieren jetzt gemeinsam und unter dem Namen Undiscovered Soul, für welchen sie sich nach langer Überlegung einstimmig entschlossen haben. Ihre Musik – Rock mit Einfluss von Funk und Pop - lässt sich in keine Schubladen stecken. „Unsere Songs sollten aufrütteln, berühren und bei möglichst vielen verschiedenen Personen Gefallen finden.“, verriet die Band. Auf die Frage, wie die Idee entstand, die beiden Bands zusammenzulegen, erklärten die Berner Oberländer, dass sie erkannt haben, dass sie mit gemeinsamer Kraft den Karren ihres Musiktuns schneller vorwärts bringen: „Warum an zwei Karren 'schriissä', wenn man zu siebt an einem ziehen kann?“, sei die Frage gewesen Schlussendlich sei aber die Freundschaft der Grund gewesen, der zum Zusammenschluss führte.
Das dieses gemeinsame am Karren ziehen sich auszahlt, merkten sie spätestens als es hiess: „And the winner is...Undiscovered Soul!“ Mit dem Sieg des Waldbühnen-Votings war den Jungs ein Gig am diesjährigen Gurtenfestival gesichert. Sie betonen zwar, dass Undiscovered Soul keine grossen Fans solcher Bandcontests sind, betonen die Jungs. „Aber es ging eben um den Auftritt an einem der grössten Festivals der Schweiz.“ Ob als Besucher oder Musiker, als Berner ist der Berner Hausberg einfach ein Muss: „Bisher waren wir selbst begeisterte Besucher vom 'Güschä' und nahmen von den Künstlern und der ganzen Atmosphäre immer sehr viel mit. Dass wir selbst nun den Besuchern etwas mitgeben konnten, ist ein sehr schönes Geschenk!“ Das war der bisher grösste Auftritt von Undiscovered Soul und trotzdem sind sie mit beiden Beinen fest auf dem Boden geblieben, denn verändert hat sich nach dem Auftritt nicht sonderlich viel für sie.
Das Jahr 2010 inklusive dem Auftritt Gurtenfestival war vor allem für die persönliche Entwicklung der Bandmitglieder sehr wichtig. Sie wissen jetzt, dass sie zu siebt in dieselbe Richtung gehen, dieselben Ziele verfolgen und bisher alles erreichen konnten, was sie sich vorgenommen haben. Was will man mehr? „Wir stehen ganz am Anfang und sind noch lange nicht an unsere Ziele herangekommen. Aktuell sind wir dabei, unsere erste CD aufzunehmen. Ein langfristiges Ziel von uns ist es, unsere Musik soweit, wie möglich zu verbreiten und unsere Message an noch mehr Leute zu bringen.“
Zur Inspiration, Erholung und Albumvorbereitung ging’s samt Koch Pidu für zwei Wochen in die Bretagne, wo am Atlantik ein eigenes Herrenhaus mit Bandraum und viel Land rund herum auf Undiscovered Soul wartete. „Wir konnten unsere Songs fürs Album gut vorbereiten, dran herum tüfteln und verbessern und sind nun gut aufs Studio vorbereitet. Die Erholung kam dabei natürlich nicht zu kurz. Nebst faulem Herumgehänge, lesen, reden oder Musik hören haben wir sogar eine Sportart entdeckt, wo jeder mehr oder weniger sein sportliches Potenzial ausschöpfen konnte: Ping Pong.“ Wenn sich die Band beim Schreiben ihrer Songs nicht von der idyllischen Landschaft der Bretagne inspirieren lässt, holen sie sich ihre Inspiration durch Anstösse im alltäglichen Leben, durch Gespräche, Diskussionen und durch die Liebe. Ihre Songs sind Momentaufnahmen ihres Lebens und jedes Bandmitglied schreibt Texte oder Textteile. Dass es nicht immer nur einfach ist, sei ganz klar, aber Undiscovered Soul verraten: „Lange Diskussionen und Kompromisse können auch interessant sein und wir glauben, dass jeder von uns seine Ideen einbringen sollte.“ Schon bald können wir uns davon überzeugen, wie die Ideen von jedem einzelnen der sieben Songwriter musikalisch umgesetzt worden sind, denn im nächsten Frühling soll das Debüt Album von Undiscovered Soul rauskommen. Was die Songs auf der Platte angeht, verraten sie uns nur soviel: „Es wird abwechslungsreich und experimentell.“