Unhold - Gold Cut (Subversiv Records)
Text: Sime
Bild: Cover
Der Schweizer Undergroundpunk und -rock wird nun wieder aufgemischt, dank dem neuen Album „Gold Cut“ von Unhold. Wie Daniel Fischer so schön sagt: „Der Schweizer Undergroundpunk und -rock ist wie eine grosse Familie: Man puscht sich gegenseitig und will immer mehr als die anderen.“ - „Gold Cut“ entstand nach langer und harte Arbeit; es hat vier Jahre gedauert, bis Unhold mit ihren neuen Songs und Texten auch wirklich zufrieden waren. Unhold haben ihren eigenen Stil gefunden und zieht diesen auch durch. „Wir arbeiten einfach solange an einem Song, bis wir alle auch 100-prozentig damit zufrieden sind, egal wie lange der Song am Schluss auch dauert. Es muss für uns stimmen und wir müssen Freude daran haben, auch wenn einem die Songs nach so langer Arbeit und fleissigem Spielen manchmal schon etwas zum Hals heraus hangen.“ Durch die langen Intros in „Gold Cut“ merkt man sehr gut, jeder hat sein Instrument, welches mit Hingabe gespielt wird, auch wenn der „Gesang“ daher zum Teil etwas kurz ausfällt. Doch ist genau dies die Einzigartigkeit von Unhold. Die neue Platte zeichnet sich durch eine grosse Vielfalt, Abwechslung und Überraschungen aus. So kommt man auch in den Genuss der eindringlichen und melodiösen Stimme von Nadja Stoller. Auch sonst entdeckt man bei genauem Hinhören viele versteckte Kleinigkeiten, welche das Album spannend und mitreissend machen. So ist bei „Time Won`t Tell“ ein Stück Heimat aus den Bergen zu hören: Die guten alten Treichler, welche mit Kuhglocken den Auftakt geben. „Gold Cut“ ist geprägt durch die Erfahrung von Unhold, die zum Glück ihrem Stil treu bleiben und so ihren Fans eine neue Platte präsentieren, welche noch härter, rockiger und überraschender ist als seine Vorgänger. Getauft wird das gute Stück am 13. September in der alten Reithalle in Bern. Eine Woche nachdem die Platte in die Läden kommt.