Zäppus Gitarrenschule - Crashkurs III
Text/Bilder: MonthyChristo
Mitarbeit: Eve
Das Crash-Kurs-Team:
Zäppu Gitarrenlehrer
Eve Schülerin
Monthy Dokumentation
Situation:
Nach der Songauswahl mussten sowohl Zäppu, der UNISONO-Schulleiter, der nur noch in Ausnahmefällen zum Gitarrenlehrer wird, als auch Eve, unser Crash-Kurs-Opfer, mächtig üben. Immer und immer wieder. Auf dass "Hotel California" am 19. April um ca 20 Uhr 15 ansprechend aus dem Aether schalle! Um das ganze für Eve, welche die Begleitung spielt, noch etwas schwieriger zu gestalten, will Zäppu dazu ein Solo schrümmen, nachempfunden dem originalen Schlussteil des Songs.
Ich weiss, ihr seid alle schon längst nurmehr gespannt darauf, wie Eve und Zäppu klingen. Das kann ich Euch zwar nicht beschreiben, ausser dass Zäppus Soli klar darauf abzielen, Eve abzulenken, aber diese sich gut hält. Selbstverständlich ist nicht alles perfekt, aber das war auch nicht verlangt. Bald kommt eine gemütliche Eagles-Stimmung auf und das Experiment trägt Früchte. Von der Strasse ins "Hotel California" in 3 Lektionen - Ein Crash-Kurs erster Güte. Man überzeuge sich davon live am 19.4.04 in der Radiosendung zwischen 20 und 22 Uhr auf Radio Emme oder via Livestream. Und noch ein Zückerli für alle mittlerweile Angefressenen: Auf www.unisono.ch läuft ein Wettbewerb. Dort könnt ihr eine Ibanez-Gitarre oder Lektionen in der Gitarren-Schule UNISONO gewinnen! Das Crash-Kurs-Team verabschiedet sich von Euch und möchte nur noch betonen, dass für uns, die Gitarre der grösste Superstar der Musik ist und bleibt.
Nach der Crash-Kurs-Radio-Demo wenden die beiden sich langsam aber explizit ihrem Auswahl-Song zu:
Zäppu: "OK - Du spielst jetzt nicht mehr Dead Notes, sondern wieder mit Klang. 1, 2, 3, 4 (...) und beim zweiten Durchgang versuche ich dann etwas Reaggae reinzuspielen. Achte auf das Tempo mit dem Fuss. 1, 2, 3, 4 (...) Gehen wirs nochmal durch (...) Jetzt Reaggae - Sorry, jetzt habe ich Jazz gemacht. Siehst du, das kommt auch vor. Wir spielen jetzt noch mit Jerôme, der uns den Takt gibt. Bereit? Nein, nein... einzählen."
Eve: "1, 2, 3, 4..."
Bevors aber mit dem Song losgeht und gleichzeitig als Radio-Demo, wie es im Crash-Kurs so zu und hergeht, erfolgt das Warm Up. Zäppu und Eve sitzen sich wie gewohnt im ausgekleideten Kabäuschen mit der guten Akkustik gegenüber und Monthy ist wie gewohnt auch noch anwesend, aber nicht viel mehr.
Zäppu: "Schauen wir mal, ob das stimmt - du, wir sind gut. Dann spielen wir uns am besten mal aufeinander ein. 1, 2, 3, 4 (...) Du hast geübt, das hört man, wem hast du dieses Mal eine Gitarre geklaut?"
Eve: "Ich hab zuhause noch eine klassische..."
Zäppu: "Das ist aber nicht so toll wie eine elektrische, gell? Ist halt ganz was anderes... Dann hätt ich dir noch einen Tip; Ostern hast du zwar knapp verpasst, aber das wäre ein guter Moment, den Eltern zu sagen: Ich will keinen Osterhasen, der geht nur auf Arsch und Zähne! Ich will lieber eine Gitarre"
Eve: "Ich will auch lieber eine Gitarre..."
Zäppu: "Jetzt habe ich eine Frage, und zwar: wo hattest du am meisten Probleme beim Ueben?"
Eve: "Bei den Bar-E-Griffen"
Zäppu: "Ja, da haben die meisten Probleme, da muss man einfach durch..."
Eve: "...und beim D"
Zäppu: "Beim D? Warum denn beim D? Ah ja, das Blindenzeichen... Der will dir nicht? Dabei ist das einer der einfachsten... Spiel mal jeden Akkord schön in Vierteln so durch. Tönt nicht so musikalisch, fast abgehackt, aber es ist halt eine Uebung. Jetzt - zwing dich mit dem Fuss diese Viertel anzugeben. ´Hotel California´ wird ja mehr im Reaggae-Groove gespielt, also Dim-TaDa, Dim-TaDa. Trotzdem muss dein Fuss dir immer nur sagen: 1, 2, 3, 4. Das muss immer durchlaufen. Der ist zusammen mit der Hand dein wichtigster Mitarbeiter, dein Fuss, sozusagen dein kleiner Drummer."
Zäppu: "Ansonsten hätten wir den hier. Jerôme, das Metronom. Probier mal, den Takt da zu übernehmen. Was hast du für einen Jahrgang? 77? Kann ich das einstellen? Sonst auf jeden Fall 69, damit wir wieder was Sexistisches drin haben... 1, 2, 3, 4 (... )Jetzt probier noch, die Saiten zu dämpfen, also, sie nicht klingen zu lassen sondern die Schwingung wegnehmen. Nicht so weit weg! Die Finger nicht von den Saiten nehmen, nur den Druck lösen - genau. Und die tiefe Saite, wenn du hier das E spielst, dann dämpst du mit rechs mit dem Handballen. Das brauchst du um Funk zu spielen, so (...) Das sind sogenannte Dead Notes, die die man hört und doch nicht hört..."