The Vibes - Whiskey, Sex & Rock’n’Roll
Text: Eve
Bild: Cover
Die drei „böhsen Jungs“ aus dem Aargau wissen wie man rockt. Ihre Lieder sind straight, hart, wild, schnell, ursprünglich und schnörkellos. Mit garstigen, verzerrten Bass- und Gitarrenriffs, dröhnenden, rasanten Kick-Ass-Rock-Rhythmen, ruhelosen Tasten und einer rauchigen, grimmigen Stimme - die sich anscheinend den Titel der Scheibe zu Herzen genommen hat - jagt ein Kracher den nächsten. Ich kann nicht sagen, ob mir das verruchte „Bed Rebel“ nun besser gefällt oder der biestige Titeltrack, ob der Rock-Stampfer „Whiskey’n’bones“ nun mehr einfährt oder der knackige, wilde „Smokin’ ace“. Brettern tun sie allesamt und zwar so, dass kein einzelner qualitativ abfällt. Einfallsreichtum, Geschick und gute Umsetzung sorgen für Musik mit Würze, gleich einem scharfen, berauschenden Schluck mit Salz und Zitrone. Mal durchdringend, psychedelisch, dann wieder krachend und donnernd und gelegentlich sogar verwildert bis verkommen zwingt der riffbetonte Old School Metal, Garage- Hard- und T.C.B. Rock’n’Roll geradezu zum moven und headbängen. Mit eigenen Worten beschreiben Mojo, Matlock und Stuntman Jack ihren Sound als: „Der Kurzschluss im Gehirn – tägg – tägg – T.C.B. Rock’n’Roll – höube – carpe diem – rülps – tägg – tägg – cheers!“ - was meiner freien Übersetzung nach etwa so viel heissen soll wie: hochprozentiger, animalischer Rock’n’Roll mit geballter Kraft und Power, knallend, dröhnend, impulsiv, ruchlos, dreist, geschüttelt, nicht gerührt und ganz sicher pur und ohne Eis - Cheers!