Trespass meets Vogellisi am A... - Ende der Welt
Text: Eve
Bilder: Eve/Monthy
Vogellisi Festival Adelboden 8./9. Juli 2005 - Es waren einmal, vor nicht allzu langer Zeit, drei Freunde, die sich mit Sack und Pack auf den Weg machten, um am Ende der Welt Informationen und Neuigkeiten über die Schweizer Musikszene zu sammeln - und natürlich zu feiern und guter Musik zu frönen. Dort, angekommen, bemerkten sie, dass es noch andere an diesen abgelegenen Ort gezogen hatte. Tausende sogar, von denen sich einige scheinbar häuslich in Zelten niederzulassen schienen. Wer nicht mit Esel und Karren oder mit dem Auto anreiste, konnte mit den Shuttle-Bussen von Adelboden Dorf während des ganzen Events aufs Festival-Gelände und zurück, was besonders auch denen zugute kam, die gerne mal ein bisschen zu tief ins Glas schauen. Zwei gediegene, unvergessliche Tage (und Nächte) in eindrucksvoller Umgebung vor den brausenden Engstligenfällen erlebten die Drei, (natürlich Ko:l, Monthy und ich), und mit ihnen mehr als 4000 wetterfeste Musikbegeisterte.
Obwohl die Luft kühl war und immer wieder Regengüsse vom Himmel fielen, waren die Openairfreaks bester Laune und genossen sichtlich das tolle Musikprogramm. Am mittlerweilen fünften Vogellisi Festival in Adelboden machten Pegasus aus Biel den musikalischen Auftakt. Jazzig-funkig ging es mit Jam Date weiter und gleich anschliessend begeisterte die frischgebackene Mutter Gigi Moto, und sang sich mühelos in die Herzen des Publikums. Zum ersten Mal wurde dieses Jahr eine zweite Zeltbühne aufgestellt, die es ermöglichte, ein erweitertes musikalisches Angebot zu bieten, welches den Festival-Besucherinnen und Besuchern ein pausenloses, abwechslungsreiches und vor allem trockenes Programm ermöglichte. Uns war das nur recht und zwischen unseren journalistischen Arbeiten, liessen wir uns von Maze, Stiller Has und den Predominant Lunatics unterhalten, lauschten den Texten der Berner Mundart Legenden Patent Ochsner, und dem Wetter zum Trotz brachten am Schluss des ersten Abends erst William White, dann Mangu exotische und südländische Stimmung nach Adelboden.
Übertrieben viel Luxus gab es nicht für Ottonormalbesucher an diesem naturbelassenen und abgelegen Ort. Aber für das Lebensnotwendige, Essen, Trinken und Toilettenpapier bis zum Schluss, was nicht selbstverständlich ist, war gesorgt. Und wer beim riskanten Abstieg zu den Bedürfnisanstalten ausrutschte, purzelte unten geradewegs ins Sanitätszelt, wo fachkundige Helfer zur Stelle waren, um sich um Beschwerden aller Art zu kümmern. Man kann schon sagen, dank der beeindruckenden Organisation der Vogellisicrew und vielen, vielen Helfern, fehlte es an rein gar nichts. Ein tolles Festival, super Stimmung und ein Anlass, auf den ich mich schon für nächstes Jahr wieder freue.
Und wenn mal unsere Kameras nicht gerade heiss liefen, Mikrofon und Minidisk eine verdiente Pause machten, so hatte das Trespass Team nicht etwa Zeit, die Füsse hochzulegen, nein, im warmen, gemütlichen VIP-Zelt wurden Kontakte geknüpft oder vertieft, Gespräche geführt und Informationen gesammelt. Da waren zum Beispiel Martina Maurer vom Vogellisi Team, die schwarzen Schafe von blacksheep.ch, gesehen haben wir auch ha-di-gseh.ch (Links unten am Artikel), und alles was sich sonst noch so an ´wichtigen´ Persönlichkeiten an Openairs herumtreibt. Nebst der Hektik des Reporterdaseins blieb natürlich auch die Zeit, sich zu amüsieren, zu blödeln und einfach Spass zu haben. An dieser Stelle, noch Tausend Mercis für die Bananen zum Erschiessen der Konkurenz, die tolle Verpflegung, und den Hektoliter ´schwarze Kaffi´..., ohne den hätte ich es wohl nicht geschafft!
Der Samstag stand dem Vortag in nichts nach und trotz Kälte und ständigen Regenschauern wurde in den (übrigens geheizten!!!) Zelten mit Djambi gesoult, mit Gloom "gepopt" und mit PVP gehiphopt. Die Ampeln auf Grün stellten Traffic Lights mit ihren neuen Songs und Exilia aus Italien begeisterte die einen, und lernte die andern das Fürchten... Später am Abend brachten Singer/Songwriter Trummer und Mundarter wie Lockstoff, Florian Ast und Solegx Bergsommernachts-Atmosphäre in das Tal am Ende der Welt, Skaladdin und Cantaloop unterhielten mit eher exotischen Rhythmen und mit den Tight Finks wurde ein punkiger Zeitsprung zurück in die Siebziger gemacht. Die Knalleffekte des Abends waren meiner Meinung nach ganz klar die Sugarbabies, Stress, und Famara welche die Openair Besucher vom ersten Ton an voll im Sack hatten.