Wagabundis – Stoubsuger
2.2.2011/Text: Nico, Bild: Cover
Spätestens nach Erscheinen von „Stoubsuger“ – dem neuen Album der Wagabundis – müssen sich Büne Huber und Kuno Lauener keine Sorgen mehr machen, dass Mundartmusik, wie die ihre aussterben wird, wenn sie nicht mehr hinter dem Mikrofon stehen. Die acht Bärner Giele haben sich mit ihrer neuen Scheibe aufs Bühnentreppchen gleich neben Patent Ochsner und Züri West katapultiert. In so einem Staubsaugerbeutel ist nicht immer nur Dreck drin. Bei den ehemaligen Strassenmusikanten ist es eine Mischung aus Erlebtem, Ironischem und Erträumtem. Einem Musikstil lässt sich das Album jedoch nicht zuordnen: sobald man denkt, man hätte da Pop heraus gehört, kommt auch schon der nächste Ton in Funk daher und so geht das Song für Song weiter. Dank der nachdenklichen und oft auch humorvollen Texte untermalt von Trompete, Flügelhorn, Drums, Perkussion, Kalimba, Posaune, Kontrabass, Akkordeon, Accordina, Gitarele, Gläser, Drehdose, Gitarren, Tambura, Klarinette, Bassklarinette rückt die Findung der Musikrichtung schnell in den Hintergrund. Bis vor ein paar Tagen assoziierte ich mit dem Wort Staubsauger lärmende und nervtötende Geräusche, doch Wagabundis haben dafür gesorgt, dass Staubsaugen oder schon nur daran denken, wieder Spass macht und ein Wohlgefühl für die Ohren ist.