Watermelon Festival - Süss, saftig und zart rosa
Text: Ko:L
Bilder: MonthyChristo / Eve
Watermelon - süss, saftig und zart rosa lacht dem Betrachter die Wassermelone ab dem Label-Logo entgegen. Süss und saftig lässt auch der Sound am Watermelon-Festival im Nouveau Monde in Fribourg die Welt zart in rosa erscheinen. Und zart rosa, süss und mit saftigen Erfolgen gespickt dürfte auch die Zukunft von Watermelon sein.
Vor gut einem Jahr gründeten Dimitri Bel und sein Kumpel Sergio (zupfte früher den Bass bei Gnu) in Fribourg das Label Watermelon. "Die Idee hinter Watermelon ist, Bands langfristig aufbauen zu können", beschreibt Dimitri die Philosophie der jungen Firma. "Damit wollen wir uns klar und unmissverständlich dem Trend, der bei den Majors herrscht, entgegenstellen!" Es seien vor allem zwei Gründe, die für die Watermelon-Strategie sprechen, erklärt er weiter: "Es ist für einen Künstler, der vielleicht seine erste CD überhaupt produziert, wichtig, dass er über mehrere Alben Zeit erhält, sich weiter zu entwickeln. Und für uns bringt es eine gewisse Sicherheit, dass uns die Bands nicht nach dem zweiten Album zu einem Grossen abspringen und wir am Ende nichts ausser hohen Investitionen hatten."
Watermelon ist allerdings mehr, als nur eine Talentschmiede für junge Musiker und Musikerinnen. "Wir legen Wert darauf, unsere Bands komplett betreuen zu können", erklärt Dimitri. Will heissen: Bei Watermelon werden nicht nur CDs produziert, das Label kümmert sich vielmehr auch das ganze Artwork wie die Gestaltung von CD-Cover und -Booklet, Werbematerial etc., aber auch das Management und Booking übernimmt Watermelon gleich selber. "So können sich die Künstler auf das Wichtigste konzentrieren: Die Musik!", begründet Dimitri.
Dass das Watermelon-Konzept auf Gegenliebe stösst und eine gewisse Nachfrage findet, beweist die Tatsache, dass seit der Gründung vor gut einem Jahr bereits sieben Bands, vornehmlich aus der Westschweiz bei den Freiburgern unter Vertrag sind. Zudem hat die innovative Crew auch das Booking für einige ausländische Bands, etwa aus Belgien unter sich. "Wir sind keine Newcomer mehr im Geschäft und haben schon viele Erfahrungen sammeln können - gute, wie auch schlechte", blickt Dimitri zurück. "Doch diese Erfahrungen haben vor allem eines mit sich gebracht: Kontakte zu verschiedensten Leuten, die wir jetzt nutzen können!" So arbeitet Watermelon zum Beispiel auch mit Leuten in Paris zusammen...
Im November ist nun im Nouveau Monde Moncor in Fribourg das erste Watermelon-Festival gestiegen. "Dass das Festival fast zu einer Geburtstagsparty wurde, ist reiner Zufall", versichert Dimitri. Auf der Bühne standen vor allem Watermelon-Bands - und damit vor allem Rock und Pop am Rande des Mainstreams, gespickt mit einigen ganz edlen Indie-Perlen (unter anderem unser Lausanner Vorzeige-Act Hemlock Smith). Bands übrigens, von denen Ihr in den nächsten Wochen und Monaten hier auf trespass.ch ganz sicher noch mehr lesen werdet. "Wenn wir die Gelegenheit haben, möchten wir natürlich auch 2005 wieder ein Festival anbieten", versichert Dimitri derweil. Prima - und in der Zwischenzeit vertreiben wir uns die Zeit mit süss, saftig und zart rosa Sounds auf dem Hause Watermelon...