Piggy goes Shopping - Zamarro im Chrämerhus
Text: Piggy
Bild: Eve
Nachdem Monthy vor kurzem die Predominant Lunatics besucht hatte, war es am letzten Samstag, dem 8. Januar, an mir, meine Aufwartung im Chrämerhus zu machen. "Edeltussi" Piggy mit Foto-Eve im Schlepptau und mangelhaften Ortskenntnissen... Ein Wunder, dass Zamarro nicht nach ihrem Gig auf uns warten mussten. Doch als wir Langenthal schliesslich regelrecht durchkämmt und uns durchgefragt hatten, machte sich gerade die Vorband ans Aufwärmen des Publikums.
Roy and the devils motorcycle bemühten aber erstmal nicht die Nacken- sondern die Stirnmuskulatur des Oberaargauer Publikums oder anders gesagt löste der orgiastische Blues von Roy and... mehr Stirnrunzeln aus als Headbangen. Wo normalerweise Bass und Drums das Bett spielen, legt Roys Rhythm-Guitar quietschend, röhrend und mit eingestreuten Rückkopplungen (!) die Basis. Die Lead-Gitarre bluest dazu als ob nichts wäre, das Trommeln stammt von Base Drum und genau zwei zusätzlichen Kübeln und - ach ja - ein Bassist stand auch noch auf der Bühne. Dass die Langenthalter sich daran zuerst mal gewöhnen mussten, war klar. Aber mein Gesamteindruck von "Roy und seinem heissen Stuhl" lässt diese Hoffnungnen - und nicht nur im Oberaargau - intakt.
Als nächstes auf dem Programm und auf meiner Einkaufsliste fettgedruckt standen die Basler Stoner Rocker Zamarro, ehemals als Zorro bekannt und nach ihrem letztjährigen USA-Trip auf Promotour fürs aktuelle Album Lust in Translation. Ihre wunderbar dreckigen Songs animierten die Leute sehr bald zum Moshen und mich zum rhythmischen Schwenken meines Hinterteils. Gysin/Hediger/Redolfi powerten ihr Programm ins Chrämerhus und schlugen ein wie eine schmutzige Bombe. Wie sehr sie es selbst genossen haben erzählen sie mir und euch unter anderem im Radiointerview, zu hören am 24.1. Underground Radio auf Radio Emme
Weitere Themen im Talk wären zB Redolfis T-Shirt mit Aufdruck "Edeltussi", die Shopping-Gewohnheiten der harten Basler Jungs, die Unterschiede zwischen einem Gig hier und einem in Amerika oder was sie konkret für Erkenntnisse aus den Staaten heim gebracht haben. Dazu gibts natürlich drei Songs und das übliche Geflirte eurer Reporterlady. Aber keine Angst - ich trat den Heimweg natürlich wieder mit Eve an...