Tortilla Flat – From Vine to Wine

Text: Claudia
Bild: Cover
CD-Cover: Tortilla Flat - From Vine to Wine
Die etwas eigenwillige Punkrockcombo „Tortilla Flat“ präsentiert uns ihre neue Platte „From Vine To Wine“. Die Langenthaler Formation, benannt nach John Steinbeck’s gleichnamigem Roman, bleibt auch auf der neuen Scheibe ihrem Stil treu: echter, ehrlicher Punkrock – mit eben für Tortilla Flat ganz üblichen, fürs Genre aber eher untypischen Einflüssen. So ist auch auf „From Vine To Wine“ nicht zu überhören, dass die drei Tortillas grosse Fans irischen Folks sind – allein der Opener des Albums, „Scotland The Brave“, sowie der letzte Song der Platte, „Auld Lang Syne“, beide ganz traditionell mit Bagpipes gespielt und mit punkigen Gitarren untermauert, sind dafür Beweis genug. Neben den irischen Einflüssen findet man zum Beispiel mit dem eher ruhigeren „Home“ auch eine gute Prise Country auf dem Album, und der „Contentement Song“ beginnt mit einem groovenden Reggae-Beat. Der rote Faden des Punk zieht sich aber unüberhörbar durch die 16 Tracks, und bei Nummern wie „Not Your Enemy“ oder „Saturday Night“ kommt die punkige Stimme von Sänger Chris wunderbar zu Geltung – wobei es dieser versteht, für jeden Song die „richtige“ Facette seines Gesangsorgans zu benutzen und den Stücken seine ganz eigene Note zu geben. Alles in allem ist „From Vine To Wine“ eine sehr gelungene Punkrock-Platte, die vor allem auch durch die eigenwilligen Einflüsse anderer Genre hervorsticht. Anspieltipp: die Coverversion des Beatles-Klassikers „Nowhere Man“.
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