Sara Serio - Dararap (Profimusic)
7.1.2012; Text: Monthy, Bild: Cover
Vordergründig und teilweise dem Stil geschuldet, ist "Dararap" kein Album, das einem sofort ins Auge springt. Die Künstlerin Sara Serio, eine in Zürich wohnhafte Secondo, liefert damit ihr Zweitlingswerk ab, nach "Vicino a Te" aus dem Jahre 2008. Wenn man aber ein bisschen im Booklet stöbert, dann findet man plötzlich eben doch ganz grosse Namen und spitzt dann vielleicht auch die Ohren etwas mehr. Drummer Ralf Gustke beispielsweise schwang die Stöcke schon für die Söhne Mannheims und den VoiceOfGermany-Juror Xavier Naidoo. Basser Marc Ebenmann führt die Scorpions in seinem Palmares. Und als Zückerchen verleiht das Pretoria String Orchestra dem Album eine besondere Note. Die Songs sind zwischen Schlager und World angesiedelt und versprühen viel Emotionen. Ganz besonders gelungen, weil "lüpfig", wie wir Berner sagen, ist der Titelsong "Dararap", in welchem Sara eine kleine Happiness-Battle mit dem Latino-Setup des Songs ficht. Dabei profitiert Signora Serio sicher auch von ihrer Mentalität. Ausserhalb der Musikszene profitieren davon übrigens mehr als 40 Kinder in einer Krippe in Zürich-Oerlikon. Erwähnt habe ich dies vor allem wegen des Bonus Tracks', der wohl einem dieser Kinder gewidmet ist. "Geburtstagschind" ist der einzige Mundart-Track und erstaunlicherweise mehr Ballade als fröhlich. Gefeiert wird darin eigentlich das Leben des Betroffenen und nicht der Tag als solches. Und gerade in der kommerziellen Welt von heute, braucht es vielleicht mal einen Song, der uns daran erinnert, was denn wirklich wichtig ist im Leben.